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VW-KriseIG Metall schlägt Vier-Tage-Woche als Lösung vor

In der Krise um VW drückt die IG Metall aufs Tempo und will zügig über die Sparpläne verhandeln. Denkbar wäre eine Lösung, mit der schon einmal Entlassungen verhindert wurden. 05.09.2024 - 11:26 Uhr Quelle: dpa

IG-Metall-Chefin Christiane Benner drückt bei VW aufs Tempo. Mit einer Vier-Tage-Woche könnten Entlassungen vermieden werden. (Archivfoto)

Foto: dpa

Die IG Metall will zügig mit VW über die neuen Sparpläne verhandeln und die im Herbst geplante Tarifrunde vorziehen. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, kann sich die Gewerkschaft auch eine Vier-Tage-Woche für alle Beschäftigten der Kernmarke vorstellen. 

„Das kann mit eine der Optionen sein“, sagte die IG-Metall-Bundesvorsitzende Christiane Benner am Rande einer Tarifpolitischen Konferenz in Hannover. „Wir sollten nichts ungenutzt lassen an Ideen, wie wir Beschäftigung und Standorte erhalten können.“

Wichtig sei, dass die Werkschließungen und betriebsbedingten Kündigungen, die VW nicht mehr ausschließt, vom Tisch kämen, betonte Benner. „Das sind für uns absolut rote Linien.“ Mit dem Konzern wolle man nun schnell ins Gespräch kommen, um gemeinsam über Lösungen zu verhandeln. Die eigentlich für Herbst geplante Tarifrunde bei Volkswagen wolle man daher vorziehen und möglichst parallel zum Flächentarif für die gesamte Branche verhandeln. Das habe man VW angeboten, bisher aber noch keine Antwort erhalten.

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Von dieser Forderung wolle man auch bei VW nicht abgehen, betonte Niedersachsens IG-Metall-Chef Thorsten Gröger. „Selbst in Phasen, wo es Volkswagen exorbitant besser ging als dem Rest der Branche, haben wir bei Volkswagen die gleichen Entgeltsteigerungen vereinbart.“ Man sehe daher keinen Grund, jetzt von diesem Grundsatz abzuweichen.

Mit einer Vier-Tage-Woche hatten VW und Gewerkschaft bereits Anfang der 1990er-Jahre, als VW in einer tiefen Krise steckte, Massenentlassungen und den Wegfall von 30.000 Stellen verhindert. 

Europas größter Autobauer hatte am Montag angekündigt, angesichts der sich zuspitzenden Lage den eingeschlagenen Sparkurs bei der Kernmarke VW noch einmal zu verschärfen. Auch Werkschließungen in Deutschland und betriebsbedingte Kündigungen werden nicht länger ausgeschlossen. Die mit dem Betriebsrat vereinbarte Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen bis 2029 ausschließt, soll aufgekündigt werden. Erstmals seit 30 Jahren könnte es bei VW dann Entlassungen geben. Damit will VW laut Gewerkschaft eine Lücke von fünf Milliarden Euro im aktuellen Sparpaket schließen.

Lesen Sie auch: Der Betriebsrat sollte VW lieber helfen, die Kosten zu drücken

 

dpa
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