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WohnmobilherstellerKorruptionseklat bei Campingspezialist Knaus Tabbert

Knaus Tabbert hat bereits mit einer Absatzkrise zu kämpfen. Nun musste das Unternehmen wegen eines Korruptionsfalls auch noch zwei Vorstandsmitgliedern kündigen. 28.11.2024 - 12:03 Uhr Quelle: dpa

Der Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert kämpft mit einer Absatzkrise. Nun folgen personelle Konsequenzen.

Foto: imago images

Der Freizeitmobilhersteller Knaus Tabbert hat zwei seiner derzeit drei Vorstandsmitglieder fristlos gefeuert. Die beiden Manager seien „ab sofort nicht mehr für die Knaus Tabbert AG“ tätig, teilte das im niederbayerischen Jandelsbrunn ansässige Unternehmen mit. Grund sind demnach die „strafrechtlichen Vorwürfe“, die Knaus Tabbert seit dem Vortag erschüttern. Die Staatsanwaltschaft Landshut hatte wegen Korruptionsverdachts Büros und Geschäftsräume am Firmensitz mit einem Großaufgebot von über 160 Polizisten durchsucht, zwei Manager sitzen in Untersuchungshaft.

Die beiden Männer sollen Bestechungsgelder von Zulieferern kassiert haben und diesen im Gegenzug Vorteile bei der Auftragsvergabe zugeschanzt haben. Knaus Tabbert betonte, dass dem börsennotierten Unternehmen selbst kein Fehlverhalten vorgeworfen werde, sondern es selbst geschädigt sei. Die Höhe des Schadens ist demnach unbekannt. „Wir sind entschlossen, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, um solche Ereignisse in Zukunft zu verhindern, einschließlich der Verbesserung der internen Prozesse und Kontrollen“, hieß es in der Mitteilung.

Schon vor den strafrechtlichen Vorwürfen gab es bei Knaus Tabbert personelle Turbulenzen in der Chefetage, erst in der vergangenen Woche hatte der große Aktionär Wim de Pundert die Doppelrolle von Vorstandschef und Finanzvorstand übernommen. Der Niederländer ist damit derzeit das einzige amtierende Vorstandsmitglied.

Die Aufgabe der beiden entlassenen Vorstände werden laut Unternehmen vorübergehend von deren Mitarbeitern übernommen. Abgesehen davon kämpft Knaus Tabbert mit einer schweren Absatzkrise, die Produktion am Firmensitz und in einem ungarischen Werk ruht derzeit mangels Nachfrage.

Lesen Sie auch: Stellenabbau überall – wie gehen eigentlich die Manager damit um?

dpa
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