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Summer School ☀️Diese drei Bücher sollten Sie in diesem Sommer lesen

Die WiWo-Redaktion hat einige Empfehlungen für Bücher, die diesen Sommer eine gute Lektüre abgeben. Drei weitere Buchtipps für die Sommerzeit.Tobias Gürtler, Varinia Bernau, Stephan Knieps 16.08.2025 - 11:04 Uhr
Eine Frau liest in einer Hängematte am Badestrand ein Buch. Foto: dpa

Von vier Träumen

In „Dream Count“ begleiten die Leser vier westafrikanische Frauen bei ihren Versuchen, ihre Sehnsüchte zu erfüllen: die nigerianische Schriftstellerin Chiamaka, die in die USA zieht und an Männern verzweifelt; ihre engste Freundin Zikora, eine Anwältin in Washington; Chiamakas Haushälterin Kadiatou, deren Schicksal angelehnt ist an das des Zimmermädchens, das 2011 den damaligen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung anzeigte, sowie Chiamakas Cousine Omelogor, die als Bankerin in Abuja Korruption ihres Chefs deckt und später das Geld für andere Zwecke nutzt. Ein sehr aufschlussreicher, bisweilen brutaler Perspektivwechsel.

Stephan Knieps

„Dream Count“ von Chimamanda Nigozi Adichie Foto: PR

Gastgeber im Dunkeln

1533 Nächte lang war Paris von den Deutschen besetzt, vom Juni 1940 bis zum August 1944. Und in der schillernden Bar des Hotel Ritz spiegelte sich in dieser Zeit die Zerrissenheit Europas. Hier treffen sich Besatzer und Spione, Kollaborateure und Widerständler, von Coco Chanel bis Hermann Göring. Mittendrin: Frank Meier, ein Cocktailkünstler, nicht wirklich ein politischer Mann, aber eben einer mit Herz. Und vor allem mit einem Geheimnis: Er ist Jude. Dieser Roman erzählt seine Geschichte, basierend auf historischen Fakten, angereichert um fiktive Charaktere. Er vermisst auf packende Weise den schwierigen Grat zwischen Angst und Mut.

Varinia Bernau

„Der Barmann des Ritz“ von Philippe Collin Foto: PR

Mogulin im Schatten

Wir alle kennen ein paar dieser Erfolgsgeschichten deutscher Migranten im vergoldeten Zeitalter der USA. Die von Levi Strauss etwa, der in Kalifornien 1853 ein Jeansimperium begründet. Weitgehend vergessen ist eine etwas andere (schatten-)wirtschaftliche Erfolgsgeschichte. Zu Unrecht, schreit dieser Stoff doch geradezu nach einer Verfilmung aus Hollywood: Im Kleindeutschland genannten Teil Manhattans baut sich Fredericka Mandelbaum ab 1850 ein Hehlerimperium auf, wird zur Königin eines illegalen Wirtschaftskonglomerats. Margalit Fox hat all das detailreich nachrecherchiert. Nicht nur für True-Crime-Fans lesenswert.

Tobias Gürtler

„Die furchtlose Mrs. Mandelbaum“ von Margalit Fox Foto: PR
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