1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Banken
  4. Commerzbank: Bank übertrifft Erwartungen und hebt die Gewinnprognose an

QuartalszahlenCommerzbank übertrifft Erwartungen und hebt die Gewinnprognose an

Restrukturierung, Rekordzahlen, Rückkaufpläne: Wie die Commerzbank ihre Transformation vorantreibt – und sich gegen Übernahmepläne wehrt. 06.08.2025 - 08:10 Uhr
Die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt. Foto: Helmut Fricke/dpa

Die Commerzbank schraubt ihre Gewinnerwartungen nach einem unerwartet starken ersten Halbjahr etwas höher. Der Nettogewinn werde nach Abzug der Restrukturierungskosten – unter anderem für den Abbau von knapp 4000 Stellen – in diesem Jahr bei 2,5 Milliarden Euro liegen, 100 Millionen höher als bisher geplant, teilte das Geldhaus am Mittwoch in Frankfurt mit. Grund dafür sei der Zinsüberschuss, der um 200 Millionen Euro höher ausfallen soll.

Von der Bank befragte Analysten hatten schon bisher knapp 2,5 Milliarden Euro Nettogewinn kalkuliert. „Wir haben im ersten Halbjahr das beste operative Ergebnis in der Geschichte der Commerzbank erzielt und kommen mit unserer Transformation schnell voran“, sagte Vorstandschefin Bettina Orlopp.

Das operative Ergebnis stieg von Januar bis Juni um 23 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, im zweiten Quartal war es sogar um gut ein Drittel höher als vor einem Jahr. Getrieben von einem starken Provisionsüberschuss – etwa aus Wertpapier-, Kredit- und Devisengeschäften – steigerte die Bank die Erträge um 13 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Die Kosten waren dagegen nur um sieben Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Aufwands-Ertrags-Quote, ein wichtiger Maßstab für die Rentabilität des Geschäfts, verbesserte sich auf 56 von 59 Prozent. Ziel für das Gesamtjahr bleiben 57 Prozent.

Unicredit strebt Übernahme an

Diese fünf Grafiken zeigen die Schwächen des Commerzbank-Abwehrplans

von Lukas Zdrzalek

Das Risikoergebnis verschlechterte sich kaum auf 300 (274) Millionen Euro, für das Gesamtjahr rechnet die Bank unverändert mit 850 Millionen. Das Kreditbuch sei „weiter robust“, erklärte die Bank. Die Kreditnachfrage habe im zweiten Quartal zugenommen, auch der Mittelstand nehme verstärkt Kredite für Investitionen auf.

Unter dem Strich blieb aufgrund der Restrukturierungskosten im Halbjahr ein Nettogewinn von 1,3 Milliarden Euro, der damit auf Vorjahresniveau stagnierte. Er übertraf aber die Schätzungen der Analysten. Vorbörslich legten die Commerzbank-Aktien knapp zwei Prozent zu.

Orlopp stellte den Aktionären weitere Ausschüttungen in Form von Aktienrückkäufen in Aussicht. „Den Antrag für unseren nächsten Aktienrückkauf über bis zu eine Milliarde Euro haben wir bereits (...) gestellt“, sagte sie.

Die Bank will ihre Aktionäre bei Laune halten und deshalb auch in den nächsten Jahren ihren Gewinn komplett ausschütten, über Dividenden und den Kauf eigener Aktien. Die Bank kämpft damit auch gegen die Übernahmegelüste von UniCredit-Chef Andrea Orcel, dessen Institut mehr als 20 Prozent an der Commerzbank hält und eine Aufstockung auf bis zu 29 Prozent angekündigt hat.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick