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Deutsche Bank"Wohl kein Aufsichtsrat arbeitet so viel wie unserer"

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank setzen Aufsichtsratschef Achleitner und Vorstandsvorsitzender Cryan auf Imagewandel. Die Aktionäre beklatschen den Bonusverzicht. Sie haben allen Grund, skeptisch zu sein.Cornelius Welp 18.05.2017 - 15:33 Uhr

Die Deutsche Bank ist zu beinahe zehn Prozent in chinesischer Hand. Das Unternehmens- und Finanzkonglomerat HNA hat seine Beteiligung in der vergangenen Woche mehr als verdoppelt und hält nun 9,92 Prozent an dem Geldhaus, wie aus einer Pflichtmitteilung vom Dienstagabend hervorgeht. Das Aktienpaket der Chinesen, die erst im Februar bei der Deutschen Bank eingestiegen waren, ist rund 3,4 Milliarden Euro wert. HNA hat damit aller Voraussicht nach die Herrscherfamilie von Katar als größten Aktionär der Deutschen Bank abgelöst. Welche anderen Aktionäre Beteiligungen an der Deutschen Bank halten...

Foto: REUTERS

BlackRock

... drittgrößter Aktionär ist der US-Finanzriese Blackrock. Der Konzern gilt als der weltweit größte Vermögensverwalter - und soll knapp sechs Prozent der Anteile halten.

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Katars Herrschaftsfamilie

Auch die Königsfamilie aus Katar hält offiziell eine Beteiligung von gut sechs Prozent an der Bank. Nach eigenen Angaben liegen die Anteile sogar bei rund acht Prozent. Die Familie sollte außerdem über weitere Kaufoptionen verfügen. Ex-Premier und Mitglied der Königsfamilie Hamad Bin Jassim Bin Jabor Al-Thani hält die Aktien zusammen mit...

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... seinem Cousin und ehemaligen Premier Hamad Bin Khalifa Al-Thani über die Investmentfirmen Paramount Services und Supreme Universal. Ihre Rolle als vermeintlich größter Aktionär der Deutschen Bank musste die Familie nun jedoch abgeben.

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HNA

Denn die Spitzenposition haben nun die Chinesen eingenommen. Das Unternehmens- und Finanzkonglomerat HNA mit seiner Zentrale in Haikou hat seine Beteiligung mehr als verdoppelt und hält nun 9,92 Prozent an dem Geldhaus. Bereits bei seinem Einstieg hatten die Chinesen in Aussicht gestellt, die Anteile im Laufe der Zeit weiter aufzustocken, aber unter zehn Prozent bleiben zu wollen. Für größere Beteiligungen im Ausland gelten in China Beschränkungen. HNA ist bislang vor allem als Miteigentümer von Fluggesellschaften (Hainan Airlines), Flughäfen (Swissport) und Hotels (Hilton) bekannt, hat seinen Schwerpunkt zuletzt aber stark auf die Finanz- und Immobilien-Branche verlegt.

Foto: WirtschaftsWoche

HNA ist vor allem als Miteigentümer von Fluggesellschaften (Hainan Airlines), Flughäfen (Swissport) und Hotels (Hilton) bekannt, hat seinen Schwerpunkt zuletzt aber stark auf die Finanz- und Immobilien-Branche verlegt. HNA hatte bereits bei seinem Einstieg in Aussicht gestellt, im Laufe der Zeit weiter aufzustocken, aber unter zehn Prozent bleiben zu wollen. Für größere Beteiligungen im Ausland gelten in China Beschränkungen. Formal liegt die Beteiligung beim Wiener Vermögensverwalter C-Quadrat, der sie für HNA verwaltet.

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Der lange inflationär verwendete Begriff des Kulturwandels ist in der Deutschen Bank mittlerweile völlig verpönt. Schließlich erinnert er zu sehr an die erfolglose Amtszeit der 2015 abgetretenen Doppelspitze Anshu Jain und Jürgen Fitschen. Weder der aktuelle Vorstandschef John Cryan noch der Aufsichtsratsvorsitzende Paul Achleitner nehmen ihn bei der Hauptversammlung des Instituts in den Mund. Und doch betreiben sie in ihren Ausführungen vor den zahlreichen, in der Masse erstaunlich friedlichen Aktionären eine Imageumkehr in eigener Sache. Seht her, so die Botschaft, wir sind eigentlich ganz anders als ihr denkt - und uns immer mal wieder vorwerft.

Die teuersten Rechtsstreitigkeiten der Deutschen Bank
In der Affäre um Geldwäsche von Kunden bei Wertpapiergeschäften in Moskau, London und New York muss die Deutsche Bank umgerechnet knapp 600 Millionen Euro an Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien zahlen. Deutsche-Bank-Kunden kauften zwischen 2011 und 2015 bei der Moskauer Filiale Aktien großer Konzerne in Rubel - um diese dann an westlichen Handelsplätzen in dortiger Währung wieder zu verkaufen. So sollen rund 10 Milliarden Dollar Rubel-Schwarzgeld gewaschen worden sein. Die Deutsche Bank habe wegen Aufsichtsversagens zahlreiche Gelegenheiten ungenutzt gelassen, das Komplott zu unterbinden, urteilte die New Yorker Finanzaufsicht DFS und verhängte ein Bußgeld von 425 Millionen Dollar. An die britische Finanzaufsicht FCA muss die Deutsche Bank 163 Millionen Pfund zahlen.
Kurz vor Weihnachten einigt sich die Deutsche Bank mit den US-Behörden auf einen Vergleich über 7,2 Milliarden Dollar (6,7 Mrd Euro) für dubiose Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise 2007/2008. 3,1 Milliarden Dollar werden als Zivilbuße fällig, 4,1 Milliarden Dollar muss die Bank über fünf Jahre verteilt an „Erleichterungen für Verbraucher“ zur Verfügung stellen. Wie sich das auf die Bilanz auswirkt, ist noch offen. US-Justizministerin Loretta Lynch kritisiert das Institut harsch: „Die Deutsche Bank hat nicht nur Investoren getäuscht, sie hat direkt zu einer internationalen Finanzkrise beigetragen.“ Ursprünglich hatte US-Justizministerium mit 14 Milliarden Dollar Strafe gedroht.
Die Deutsche Bank muss wegen ihrer Verstrickung in den Libor-Skandal um manipulierte Zinssätze eine Rekordstrafe von 2,5 Milliarden Dollar zahlen. Das Institut verständigt sich mit Behörden in den USA und Großbritannien auf einen Vergleich. Es ist die höchste bislang verhängte Buße gegen eine Bank in diesem Fall.
Die Bank zieht einen teuren Schlussstrich unter den Dauerstreit um die Pleite des Kirch-Medienkonzerns. Insgesamt 925 Millionen Euro kostet der am Oberlandesgericht München besiegelte Vergleich. Damit beendete die Bank die juristische Auseinandersetzung um eine Mitverantwortung für die Pleite des Kirch-Konzerns 2002.
Das Institut zahlt 1,9 Milliarden Dollar in einem Streit um Hypothekenpapiere in den USA. Die beiden staatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac fühlten sich bei Hypothekengeschäften aus den Jahren 2005 bis 2007 übers Ohr gehauen.
Der Konzern steht für zwielichtige Hypotheken-Geschäfte der US-Tochter MortgageIT gerade. Um eine Klage aus der Welt zu schaffen, fließen 202 Millionen Dollar.
Das Geldhaus legt einen Streit mit der Stadt Mailand über umstrittene Zinswetten gegen eine Millionen-Zahlung bei. Insgesamt erhält die italienische Wirtschaftsmetropole 455 Millionen Euro. Die Entschädigungszahlung teilen sich vier Banken.

Wie es die gute Ordnung will, macht Achleitner den Anfang. Ihm haben große Aktionäre und manche Gegner immer wieder vorgeworfen, dass er zu weich und wankelmütig für den Job sei. Zu lange habe er Jain und Fitschen machen lassen, zu unentschlossen habe er die diversen Skandale aufgeklärt, zu schwammig sei die von ihm in Auftrag gegebene Strategie ausgefallen. Mit den Vorurteilen will er nun ganz offensichtlich aufräumen. Hätte eine HV-Rede eine Überschrift, so könnte sie ohne Weiteres „Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss“ lauten. „Es lohnt sich für diese Deutsche Bank zu kämpfen“, sagt Achleitner gleich zu Beginn mit möglichst kraftvoller Stimme. Und damit auch keiner daran zweifelt, wie schwer dieser Kampf ist, nennt er eine Zahl. 303 mal hat sich das Kontrollgremium im Laufe seiner Amtszeit seit 2012 getroffen. „Wohl kein anderer Aufsichtsrat arbeitet so viel wie unserer“, sagt er.

Aber wer viel arbeitet, arbeitet ja nicht automatisch gut. Und so gibt der Chefkontrolleur ein paar Beispiele für seinen Lernwillen. In einem „von externen Beratern als vorbildlich bezeichneten Fortbildungsprogramm“ etwa habe das Gremium im abgelaufenen Jahr sechs Tage verbracht. Spärlichen Applaus gibt es jedoch erst, als Achleitner in Aussicht stellt, dass er sich von früheren Vorständen eine ganze Menge Geld zurückholen wird.

Aktionäre hoffen, das Ruhe einkehrt

Immerhin bleiben während der Rede größer Unmutsbekundungen aus. Vermutlich sind die leidgeprüften Aktionäre einfach froh, wenn bei der Bank endlich etwas Ruhe einkehrt. Diesem Wunsch der Investoren verdankt es Achleitner wohl vor allem, dass er trotz aller Turbulenzen und Kehrtwenden am Ende des Tages tatsächlich für eine zweite Amtszeit gewählt werden wird. Von seiner zur Schau gestellten Kompromisslosigkeit dagegen sind viele nicht wirklich überzeugt.

In den Jahren bis 2007 lief es rund bei Deutschlands größter Bank: Das Geldhaus verdiente Milliarden und Vorstandschef Josef Ackermann erwuchs zum staatsmännischen Vorstandschef, der es schaffte, dass die Kanzlerin zu seinem 60. Geburtstag ins Kanzleramt lud.

Das Bild zeigt Ackermann und Kanzlerin Angela Merkel im Jahr 2006 in Berlin.

Foto: AP

Rückblick

Die Deutsche Bank hatte es nach der Übernahme der US-Großbank Bankers Trust zur Jahrtausendwende in den Olymp der großen Investmentbanken der Welt geschafft. Das lästige deutsche Privatkundengeschäft sollte zwischenzeitlich als „Deutsche Bank 24“ vom Rest gelöst werden – man spielte in einer anderen Liga. Der Plan wurde zwar kassiert und zurück blieb die „24“ am Ende der Deutsche-Bank-Bankleitzahlen. Doch der globale Anspruch des Instituts blieb bestehen.

Das Bild zeigt den damaligen Bankchef Rolf-E. Breuer nach der Verkündung der Bankers-Trust-Übernahme im Jahr 1998.

Foto: dpa Picture-Alliance

Die Finanzkrise

Als ab 2006 der US-Immobilienmarkt kollabierte und in der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers 2008 und einer globalen Finanzkrise gipfelte, gelang es der Deutschen Bank zwar ohne Staatshilfe durch zu kommen. Eine Fußnote der Geschichte war aber: Milliardenforderungen gegenüber dem US-Versicherer AIG waren der Bank nur dank US-Staatshilfen zugeflossen. Und Missetaten aus der Zeit vor der Finanzkrise verfolgen die Bank noch heute.

Bild: Lehman-Brothers-Mitarbeiter nach der Kündigung 2008 in London.

Foto: REUTERS

Die Folgen der Immobilienkrise

Die USA werfen der Deutschen Bank vor, das Risiko von Immobilienwertpapiere in den Jahren vor der Finanzkrise verschleiert und gutgläubigen Investoren angedient zu haben. Ein Verfahren läuft seit Jahren und ist ein Grund dafür, dass die Aktie am Montag ein neues Allzeittief erreichte. Denn in den Vergleichsverhandlungen fordert das US-Justizministerium umgerechnet wohl 12,5 Milliarden Euro von der Bank (bei einem Börsenwert von 16 Milliarden Euro) – und das nach einem Milliardenverlust 2015 und gebildeten Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten von 5,5 Milliarden Euro. Die Bank selbst hofft, mit eher zwei Milliarden Euro im Immobilienstreit auszukommen.

Foto: dpa

Schwaches Kerngeschäft

Nach der Finanzkrise gab es zwei wesentliche Entwicklungen unter globalen Großbanken. Die in den USA beheimateten Institute (Bild: New Yorks Finanzdistrikt) – mit zwangsweiser Staatshilfe versorgt – konnten die Krise beschleunigt hinter sich lassen. Sie wuchsen gar zu neuer Größe. Die andere Gruppe stutzte das Investmentbanking, dass weniger lukrativ wurde und mit weniger Mitarbeitern zu leisten war – und fokussierte sich auf die hauseigene Vermögensverwaltung. Die Deutsche Bank suchte den Mittelweg aus eigener Kraft: keine Staatshilfe, kein großer Strategieschwenk. Die Folge: Dutzende Strafzahlungen etwa wegen Zinsmanipulationen schlugen ins Kontor, während gleichzeitig das Kerngeschäft litt.

Foto: dpa

Riskante Finanzierung

Sowohl der Internationale Währungsfonds als auch die US-Einlagensicherung halten die Bank für das riskanteste Institut der Welt. Im Verhältnis zum Eigenkapital ist die Deutsche Bank hochverschuldet. Die sogenannte „Leverage Ratio“ ist die niedrigste unter den globalen Großbanken. Zwar hat die Bank in den vergangenen Jahren Kapitalerhöhungen durchgezogen. Doch an dieser weltweit beachteten Kennziffer hat sich wenig geändert.

Foto: dpa

Wenig Reserven

Die Deutsche Bank rühmt sich zwar eines hohen Polsters an Liquidität, also stets zu veräußernder Wertpapiere in ihren Büchern. Das soll zeigen: Wir haben Reserven, auf die wir zugreifen können. Doch die drohenden Justizstrafen lassen Analysten vermuten, dass eine Kapitalerhöhung nötig werden könnte. Das würde den Aktienkurs noch weiter schwächen – in vorauseilendem Gehorsam fällt der Kurs.

Foto: dpa

Verzweifelter Umgang mit der Postbank

Mit dem Ausbruch der Finanzkrise kaufte die Deutsche Bank die Postbank mit allein mehr als fünf Millionen Girokonto-Kunden in Deutschland. Zunächst galt der Deal als raffinierter Schachzug des damaligen Chef Ackermanns, das Institut unabhängiger vom Kapitalmarkt zu machen – dank der Einlagen von Sparer auf Sparbüchern und Konten. Doch das Geschäft bindet auch viel Eigenkapital etwa bei den Immobilienfinanzierungen. Und so sollte die Postbank verkauft werden. Doch der Konkurrenzdruck ist hart und wohl kein akzeptabler Preis zu erzielen. Es drohen Abschreibungen.

Foto: REUTERS

Großaktionär Katar

Großaktionär der Deutschen Bank ist die katarische Herrscherfamilie über zwei Investmentvehikel – knapp unter zehn Prozent inklusive Optionen. Die Aktie hat allerdings extrem gelitten und wie eng die Bande zwischen Arabien und Frankfurt sind, ist unbekannt. Die Kataris senden zwar einen deutschen Anwalt als Vertreter in den Aufsichtsrat. Dennoch ist unklar, wie langfristig das Investment sein wird.

Bild: Aufsichtsratschef Paul Achleitner.

Foto: dpa

Schwäche im Kerngeschäft

Vorstandschef John Cryan (Bild) will das Investmentbanking schrumpfen und auf lukrative Bereiche beschränken. Dieser Übergangsprozess läuft just in dem Moment, da die Verhandlungen mit der US-Justiz eskalieren und die Postbank zum Bilanz-Sorgenkind mutiert. Die Aussage eines Sprechers, dass das dritte Quartal 2016 gut gelaufen sei, lässt noch nicht wirklich den Schluss zu, dass dieser Strategieschwenk bald Früchte trägt. In wichtigen Rankings der globalen Investmentbanken rutschen die Deutschen ab.

Foto: dpa

Debatte um Staatshilfen

In der Finanzkrise hatte die Deutsche Bank in Berlin für Staatshilfen in der Branche geworben, selbst aber dann keine in Anspruch nehmen wollen. Das säte Zwietracht zwischen Regierung und Geldhaus. Die prekäre Entwicklung des Aktienkurses lässt jetzt die Debatte aufkochen, ob Deutschland im Zweifelsfall bereit wäre, die Bank zu stützen. „Die Deutsche Bank ist fest entschlossen, ihre Herausforderungen alleine zu lösen", sagt ein Banksprecher. Und Investoren sind gewiss, dass im Fall der Fälle der Staat bereitstünde – schließlich trägt die Bank das „Deutsche“ im Namen. Doch es gibt eben auch die europäischen Regeln, wie Gläubiger an Rettungen beteiligt werden müssen. Das schürt Unsicherheit.

Foto: REUTERS

Offene Opposition

Mehrere Hedgefonds sind Wetten auf einen Fall des Aktienkurses der Deutschen Bank eingegangen. Der britische Fonds Marshall Wace setzt beispielsweise mit einer Position von 0,88 Prozent der ausstehende Papiere (etwa 12 Millionen Aktien) auf fallende Kurse (Stand: 23. September) – immerhin hat zumindest Investorenlegende George Soros (Bild) seine Wette auf den Sturz der Bank inzwischen unter die meldepflichtige Marke von 0,5 Prozent gesenkt.

Foto: REUTERS

Auch der demonstrative Optimismus von Vorstandschef John Cryan mag für viele Aktionäre überraschend sein. Schließlich gilt der Brite als eher mürrischer Chef, etliche zweifeln sogar daran, dass der Restrukturierer der Richtige ist, um die Bank zurück auf den Weg optimistischen Wachtsums zu führen. Die ersten Klatscher gibt es denn auch nicht für eine Zukunftsbotschaft, sondern für die Bekräftigung des Bonusverzichts für das abgelaufene Jahr.

Doch nach den Pflichtmeldungen über Sparerfolge und Altlastenabbau streut Cryan ein Beispiel nach dem anderen ein, das belegen soll, wie segensreich das Wirken der Deutschen Bank sein kann. Burda druckt mit der finanziellen Förderung der Bank Schulbücher für Afrika, in New York finanziert sie gleich ein ganzes Stadtviertel. Der aufmerksame Beobachter ahnt schon, worauf das hinausläuft. Und richtig, am Schluss fasst Cryan noch mal zusammen, wofür die Bank stehen soll. Für #positiveimpact nämlich, der Hashtag, der den alten Claim „Leistung aus Leidenschaft“ ersetzen soll. „Schon die ersten Tage zeigen, wie viel Energie das freisetzt“, sagt Cryan.

Damit ihm das auch jeder glaubt, zeigt der Chef anschließend ein kleines Filmchen, in dem ganz viele Menschen Smartphones benutzen und außerdem auffällig viel gebaut wird. Und ein paar Mitarbeiter erklären auch noch, wie gut sie es finden, dass sie jetzt auch mal wieder optimistisch sein dürfen. Cryan darf das jetzt offenbar auch. Die Aktionäre werden noch brauchen, bis sie glauben, dass es tatsächlich wieder aufwärts geht. 

BaFin

Geldbuße gegen Deutsche Bank wegen Ad-hoc-Verstößen

Die Finanzaufsicht BaFin hat der Deutschen Bank eine Geldbuße über 550.000 Euro auferlegt.

von Annina Reimann

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