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GroßbankSNB erkennt „substanzielles Verlustpotenzial“ bei der UBS

Die Schweizer Notenbank geht auf die Fortschritte in der UBS-Bilanz ein. Sie weist in ihrem Jahresbericht jedoch explizit auf die Risiken nach der Integration der Credit Suisse hin. 18.03.2025 - 09:27 Uhr

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) ortet bei der Großbank UBS weiterhin ein substanzielles Verlustpotenzial. Die Notenbank stellt sich zudem hinter die Vorschläge der Regierung zur Bankenregulierung, wie aus ihrem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht hervorging.

Nach der Übernahme der in Schieflage geratenen Credit Suisse habe sich das bereinigte Ergebnis der UBS im Jahr 2024 verbessert, und in Bezug auf die Kapitalsituation erfülle die Bank bereits die geschätzten zukünftigen Anforderungen an die kombinierte Bank gemäß Too-big-to-fail-Regulierung (TBTF-Regulierung).

Zudem deute die Entwicklung von Marktindikatoren wie den Kreditausfallversicherungsprämien (Credit Default Swaps, CDS) und des Aktienkurses darauf hin, dass der Markt die Perspektiven der kombinierten Bank positiv einschätze, erklärte die SNB.

Allerdings: „In ihren Szenarioanalysen schätzte die Nationalbank das Verlustpotenzial der UBS weiterhin als substanziell ein“, hieß es indes im Geschäftsbericht. Die Integrationskosten und die erwarteten Verluste im Zusammenhang mit dem Abbau von bedeutenden Risikopositionen (Legacy-Positionen) der Credit Suisse würden derzeit die Verlusttragfähigkeit der UBS beeinträchtigen. Zudem seien aktuell die Beteiligungen nur teilweise mit Eigenmitteln unterlegt, was zu Kapitalquoten führe, die anfällig gegenüber Wertberichtigungen dieser Beteiligungen seien.

„Die Nationalbank betonte zwar die derzeit stärkere Kapitalisierung des UBS-Stammhauses im Vergleich zur Credit Suisse vor der Krise“, erklärte die SNB. „Gleichzeitig sind die Schwachstellen im aktuellen Kapitalregime zu beheben. Die SNB unterstützt denn auch die Vorschläge des Bundesrats in dessen Bericht zur Bankenstabilität.“

SNB schwächt Franken mit Milliardenkäufen

Der Jahresbericht zeigt auch, welche Summe die SNB im vergangenen Jahr für den Kauf von Fremdwährungen ausgegeben hat, um den Franken zu schwächen. Die Notenbank kaufte 2024 in Summe Devisen im Wert von 1,2 Milliarden Franken. 2023, als die Währungshüter gegen Jahresende bei den Devisenmarkttransaktionen eine Wende vollzogen, hatten sie unter dem Strich noch Fremdwährungen für 132,9 Milliarden Franken veräußert.

Angesichts eines sinkenden Teuerungsdrucks hatte die SNB vor einem Jahr die Zinswende vollzogen und ihren Leitzins vier mal in Folge gesenkt sowie nicht länger auf die inflationsdämpfende Wirkung eines starken Frankens gesetzt. In den Vordergrund rückte stattdessen wieder eine wirtschaftsschädliche übermäßige Aufwertung der in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen gefragten Landeswährung. Ökonomen erwarten bei der geldpolitischen Lagebeurteilung der Notenbank am Donnerstag eine weitere Rücknahme des Leitsatzes auf dann noch 0,25 Prozent.

rtr
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