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Libor-Skandal Drei Ex-Barclays-Händler schuldig gesprochen

Ein Londoner Gericht hat drei ehemalige Mitarbeiter der britischen Großbank Barclays in Sachen Libor schuldig gesprochen. Das offizielle Urteil folgt am Donnerstag.

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Drei Mitarbeiter der britischen Barclays Bank schuldig gesprochen. Quelle: REUTERS

Drei ehemalige Mitarbeiter der britischen Großbank Barclays sind wegen der Manipulation des Referenzzinssatzes Libor schuldig gesprochen worden. Die Männer im Alter von 35, 37 und 45 Jahren verschafften sich nach Ansicht eines Londoner Gerichts zwischen 2005 und 2007 betrügerisch Vorteile, indem sie den Zinssatz, den Banken für Geschäfte untereinander verlangen, manipulierten.

Ein wichtiges Beweismittel der Ermittler von der britischen Betrugsbehörde SFO (Serious Fraud Office) war der E-Mail-Verkehr der Beteiligten.

Den Schuldspruch fällte eine Jury bereits vergangene Woche, aber der zuständige Richter hob erst am Montag eine Berichtssperre auf. Ein Urteil soll es am Donnerstag geben.

Worum es beim Libor-Skandal geht


Der Skandal um manipulierte Zinssätze war 2011 ins Rollen gekommen, die Aufarbeitung läuft noch. Einer der Drahtzieher war vergangenen August zu 14 Jahren Haft verurteilt worden, die Strafe wurde später auf elf Jahre heruntergeschraubt. Insgesamt hat das SFO bislang 13 Personen angeklagt, gegen sieben Händler von Barclays und Deutscher Bank soll der Prozess in einem Jahr beginnen. Auch in den USA müssen sich mehrere frühere Händler auch von der Deutschen Bank vor Gericht verantworten.

Viele der weltweit mindestens 16 darin verwickelten Banken mussten bereits teure Vergleiche und Strafen zahlen. Der Libor-Zinssatz ist ein Richtwert, der jeden Tag Finanzgeschäfte in dreistelligem Billionen-Volumen maßgeblich beeinflusst.

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