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RisikovorstandJetzt kapern die Österreicher die Commerzbank

Die Commerzbank findet endlich einen Nachfolger für ihren scheidenden Risikovorstand: Zum Jahreswechsel tritt Bernd Spalt in die Dienste des Instituts – er ist der dritte Austro-Banker im Vorstand des Dax-Konzerns. 11.09.2023 - 15:27 Uhr
Foto: imago images

Die Commerzbank holt den ehemaligen Chef der österreichischen Erste Group Bank, Bernd Spalt, als Risikochef in ihren Vorstand. Der Aufsichtsrat habe Spalt am heutigen Montag zum 1. Januar 2024 als Chief Risk Officer in den Vorstand des Instituts berufen, teilte die Commerzbank in Frankfurt mit. Spalts Berufung stehe noch unter dem Vorbehalt, dass die Aufsicht zustimme. Hier hatte es bei der vorherigen Besetzung Probleme gegeben.

Der ursprünglich für das Vorstandsamt vorgesehene Commerzbank-Manager Rüdiger Rass hatte sich nach Gesprächen mit der Bankenaufsicht im Einvernehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, nicht mehr zur Verfügung zu stehen, wie die Commerzbank im Juni erklärt hatte.

Spalt wird Nachfolger von Marcus Chromik. Chromik, der diese Funktion seit dem 1. Januar 2016 innehat, hatte den Commerzbank-Aufsichtsrat im Juli vergangenen Jahres informiert, dass er seinen bis Ende 2023 laufenden Vertrag erfüllen, aber ein mögliches Angebot einer Verlängerung nicht annehmen werde.

Spalt verfüge als ehemaliges Vorstandsmitglied der Erste Group und der Erste Bank Österreich „über langjährige Erfahrung in allen Bereichen des Risikomanagements“, hieß es in der Commerzbank-Mitteilung. Von Januar 2020 bis Ende Juni 2022 war Spalt Vorstandsvorsitzender der Erste Group Bank AG.

Im Vorstand der Commerzbank sind mit der Personalvorständin Sabine Mlnarsky und dem Privatkundenvorstand Thomas Schaufler bereits zwei Posten mit Österreichern besetzt. Die beiden waren ebenso wie Spalt vor ihrem Wechsel zur Commerzbank als Vorstände bei der Wiener Erste Group Bank tätig. Spalt hat sogar bis 2022 als Vorstandschef der Erste Group gedient, was seinen Start in Frankfurt umso erstaunlicher macht. Normalerweise achten Vorstandschefs peinlich genau darauf, dass sie keinen Manager in den Vorstand holen, der diesen Posten schon einmal bei einem anderen Unternehmen inne hatte.

Warum sich Commerzbank-Boss Manfred Knof darum offenbar nicht geschert hat, muss sich erst noch zeigen. Immerhin: Die drei Austro-Banker können nun eine ansehnliche Fahrgemeinschaft in die Heimat bilden. 

Lesen Sie auch: 3 Thesen über den neuen Commerzbank-Erfolg

dpa, rtr
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