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VermögensverwalterAktivistischer Investor Bluebell fordert Rücktritt von Blackrock-Chef Fink

Bluebell Partners bemängelt, Blackrock unternehme zu wenig, sein Portfolio um Geschäfte mit fossilen Energien zu bereinigen und fordert einen Führungswechsel. 09.12.2022 - 14:31 Uhr aktualisiert

Der US-Konzern verwaltet etwa acht Billionen Dollar.

Foto: Bloomberg

Der aktivistische Investor Bluebell Partners hat Blackrock -Chef Larry Fink zum Rücktritt aufgefordert. In einem Reuters vorliegenden Schreiben an den weltgrößten Vermögenverwalter kritisierte der kleine Investor, Blackrock gehe bei seinen Forderungen nach der Einhaltung von Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (ESG) nicht weit genug.

Der Konzern unternehme zu wenig, sein Portfolio um Geschäfte mit fossilen Energien zu bereinigen. Wegen seines Abrückens von der ESG-Strategie müsse Fink ebenso ersetzt werden wie Murry Gerber, der seit 2000 im Vorstand von Blackrock ist.

Zuerst hatte das Wall Street Journal über die Forderungen von Bluebell berichtet. „In den vergangenen 18 Monaten hat Bluebell eine Reihe von Kampagnen gestartet, um seine Klima- und Governance-Agenda zu promoten. BlackRock Investment Stewardship hat diese Kampagnen nicht unterstützt, da wir der Meinung sind, dass sie nicht im besten wirtschaftlichen Interesse unserer Kunden liegen“, teilte Blackrock dazu mit. Der US-Konzern verwaltet etwa acht Billionen Dollar, Bluebell nur rund 250 Millionen. Der Investor hält einem Insider zufolge etwa 0,01 Prozent an Blackrock.

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Fink gilt als einer der Verfechter der ESG-Kriterien und hat fordert diese in seinen jährlichen Briefen an die Unternehmen, an denen Blackrock beteiligt ist, vehement ein. Zuletzt hatte der Vermögensverwalter Kritik aus anderer Richtung einstecken müssen: Republikanische US-Politiker werfen Blackrock vor, Energieaktien zu boykottieren und Nachhaltigkeitsziele über die Rendite zu stellen.

Mehrere US-Bundesstaaten – etwa Florida, Missouri und Louisiana – haben Gelder von Blackrock abgezogen mit der Begründung, dass das Unternehmen seine ESG-Kriterien zu sehr in den Mittelpunkt stelle.

Bluebell wurde 2019 gegründet und ist bekannt dafür, mit kleinen Anteilen große Forderungen nach Klimaschutz- und Nachhaltigkeitszielen zu stellen. Es hat bereits Konzerne wie GlaxoSmithKline, Glencore oder Vivendi aufs Korn genommen. Bei Danone schied nach einer Bluebell-Kampagne Konzernchef Emmanuel Faber aus dem Amt aus.

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rtr
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