Just Eat Takeaway: Afrikanischer Investor darf „Lieferando“-Mutter schlucken
Die Europäische Union (EU) hat Prosus grünes Licht für die Übernahme der „Lieferando“-Mutter Just Eat Takeaway gegeben. Im Gegenzug werde der Prosus-Großaktionär Naspers seinen Anteil am deutschen Essenslieferanten Delivery Hero dauerhaft deutlich reduzieren, teilte die EU-Kommission am Montag mit.
Außerdem habe die südafrikanische Beteiligungsgesellschaft eingewilligt, ihre verbliebenen Stimmrechte nicht auszuüben.
Der Technologie-Investor Prosus hatte vor einigen Monaten angekündigt, Just Eat Takeaway für insgesamt 4,1 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Insider hatten der Nachrichtenagentur Reuters vor einigen Tagen gesagt, dass die EU Prosus die Transaktion unter Auflagen genehmigen wird.
Just Eat Takeaway ist Europas größter Essenslieferant. Das Unternehmen hatte erst Ende Juli die Erwartungen für das Gesamtjahr gedämpft. Die Ergebnisse für 2025 würden voraussichtlich am unteren Ende der angepeilten Spanne liegen, teilte Just Eat Takeaway mit. Man rechne mit einem operativen Gewinn zwischen 360 und 380 Millionen Euro.
Im ersten Halbjahr stagnierte das Transaktionsvolumen der „Lieferando“-Mutter zufolge bei 9,4 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz schrumpfte währungsbereinigt um ein Prozent auf 1,75 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis lag bei 147 Millionen Euro.
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