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  4. Zugunglück in Spanien: Mindestens 39 Tote bei Unfall im andalusischen Adamuz

Notfall in AdamuzNach Zugunglück mindestens 39 Tote in Spanien

Das moderne Hochgeschwindigkeitsnetz Spaniens steht für Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Doch nun erschüttert ein schweres Bahnunglück das Land. Die Zahl der Opfer steigt weiter. 19.01.2026 - 11:01 Uhr
Sanitäter sind im Einsatz während Angehörige der Passagiere des Zuges von Puerta de Atocha nach Huelva zum Bahnhof von Huelva kommen. Foto: Clara Carrasco/EUROPA PRESS/dpa

Nach dem schweren Eisenbahnunglück im Süden Spaniens ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen. Dies meldete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf die Polizeieinheit Guardia Civil.

Demnach wurden insgesamt 73 Menschen nach dem Zusammenstoß in Krankenhäuser in der andalusische Stadt Córdoba behandelt. Darunter seien 24 mit schweren Verletzungen. Bei vier von ihnen handelt es sich laut dem RTVE-Bericht um Minderjährige. 

Die Tragödie hatte sich Stunden zuvor ereignet. Gegen 19.40 Uhr war am Sonntag ein Iryo-Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Gesellschaft Trenitalia nahe der Gemeinde Adamuz in der Provinz Córdoba mutmaßlich mit Tempo 300 entgleist und in das benachbarte Gleis geraten, wie die Bahngesellschaft Renfe mitteilte. Just zu diesem Zeitpunkt fuhr dort ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug von Renfe vorbei und wurde vom anderen Fahrzeug aus den Schienen geworfen.

„Aufprall war so heftig“

„Der Aufprall war so heftig, dass die beiden vorderen Wagen des Renfe-Zuges infolgedessen aus den Gleisen geschleudert wurden“, sagte Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente. Diese Waggons stürzten eine vier Meter hohe Böschung hinunter und wurden weitgehend zerstört.

Der Iryo-Zug war mit mehr als 300 Menschen an Bord von Málaga nach Madrid unterwegs, der in Madrid gestartete Renfe-Zug fuhr mit rund 200 Passagieren nach Huelva. Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien wurde unterbrochen. 

Königshaus und von der Leyen sprechen Beileid aus

Unter den Todesopfern ist den amtlichen Angaben zufolge einer der Lokführer. Zahlreiche Fahrgäste waren noch Stunden nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Feuerwehrleiter Paco Carmona sprach von einem sehr schwierigen Einsatz: „Es ist ein schwer zugängliches Gebiet. Das Ausmaß der Zerstörung war zudem groß. Chaos, offene Brüche. Alles andere als schön.“

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sicherte schnelle Hilfe zu. „Heute ist eine Nacht tiefen Schmerzes für unser Land“, schrieb er auf der Plattform X. Neben dem Königshaus in Madrid und vielen anderen sprach auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Familien und Angehörigen der Opfer sowie dem spanischen Volk ihr Beileid aus. „In dieser Nacht seid ihr in meinen Gedanken“, schrieb sie auf X auf Spanisch.

dpa
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