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EnergiewendeStromleitung A-Nord soll Hunderte Millionen Euro einsparen

Damit das Stromnetz stabil bleibt und keine Engpässe entstehen, müssen die Netzbetreiber häufig eingreifen. Das kostet jährlich viele Millionen Euro. Helfen soll der Netzausbau. 11.04.2025 - 12:22 Uhr
Ein Bagger verbindet zwei Kabelschutzrohre in einem Kanal. Besichtigung der Baustelle der Erdkabeltrasse A-Nord in Rhede. Foto: Fabian Strauch/dpa

Die neue Nord-Süd-Stromleitung A-Nord wird nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Amprion die Kosten für Netzeingriffe ab 2027 um bis zu 700 Millionen Euro jährlich senken.

„Die Investitionskosten von drei Milliarden Euro amortisieren sich somit schnell“, sagte Amprion-Chef Christoph Müller im münsterländischen Rhede. Bei Netzeingriffen weisen die Übertragungsnetzbetreiber etwa Kraftwerke an, ihre Leistung zu erhöhen oder zu drosseln, um Engpässe zu vermeiden. Werden Anlagen abgeregelt, stehen den Betreibern Entschädigungen zu. Umgekehrt werden Kraftwerksbetreiber für den zusätzlichen Einsatz ihrer Anlagen bezahlt.

Anlass für das Statement war der symbolische Spatenstich für den Baubeginn der Leitung in Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen wird schon seit Herbst 2023 an der Leitung gebaut. 

Hohe Energiekosten

Der Wegfall der Stromsteuern (allein) wird das Preisproblem nicht lösen

Kommentar von Stefan Hajek

A-Nord bildet zusammen mit der Gleichstromverbindung Ultranet eine rund 650 Kilometer langen Korridor, auf dem ab 2027 Windenergie von Ostfriesland bis nach Baden-Württemberg transportiert werden soll. A-Nord wird als Erdkabel verlegt, die Ultranet-Leitungen laufen als Freileitungen über bestehende Masten.

A-Nord trifft bei Düsseldorf auf das Ultranet-Projekt

Federführend ist Amprion, in Baden-Württemberg ist auch TransnetBW beteiligt. Schnittstelle der beiden Leitungsprojekte ist eine Konverterstation in Meerbusch bei Düsseldorf. Ultranet soll auch Sonnenstrom aus Baden-Württemberg nach Nordrhein-Westfalen bringen. Die ersten 75 Kilometer von A-Nord sollen im März 2026 fertig werden. 

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bezeichnete den Baustart von A-Nord in NRW als wichtigen Schritt für eine zukunftsfähigeEnergieversorgung. „Eine klimafreundliche Energieversorgung, die sicher und bezahlbar ist, ist elementare Voraussetzung, um die wirtschaftliche Stärkeunseres Industrielandes zu erhalten und so Arbeitsplätze und gesellschaftlichen Wohlstand langfristig zu sichern.“

Die Energiewende werde allerdings nur dann erfolgreich sein, wenn sie von den Menschen vor Ort mitgetragen werde.

dpa
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