Schuhhersteller: Birkenstock-Großaktionär verkauft Milliarden-Aktienpaket
Der Finanzinvestor L Catterton trennt sich gut eineinhalb Jahre nach dem Börsengang von Birkenstock von einem weiteren, mehr als eine Milliarde Dollar schweren Aktienpaket des Sandalen-Herstellers. L Catterton bietet in einem öffentlichen Angebot bis zu 20 Millionen Birkenstock-Aktien zum Preis von je 52,50 Dollar zum Kauf an, wie das Unternehmen aus Linz am Rhein in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Das ist ein Abschlag von 3,3 Prozent zum Schlusskurs an der New Yorker Börse.
Hinter L Catterton steht unter anderem die private Vermögensverwaltung des französischen Milliardärs Bernard Arnault (LVMH). Die Beteiligung des Investors sinkt mit der Platzierung von 71,9 auf rund 62,6 Prozent.
Die Investmentbanken Goldman Sachs, JP Morgan und Bank of America (BofA Securities) übernehmen die Platzierung der Aktien. Parallel dazu kauft Birkenstock eigene Aktien für 200 Millionen Dollar zurück. Die Papiere sollen zum gleichen Preis erworben werden, für den die Investmentbanken sie von L Catterton übernommen haben.
Wenn das komplette Paket verkauft wird, hätte L Catterton mit Birkenstock-Aktien fast 2,8 Milliarden Dollar erlöst – und hielte immer noch fast zwei Drittel des Grundkapitals. 2021 hatte die Eigentümerfamilie die Mehrheit an Birkenstock für 4,3 Milliarden Dollar an den Investor verkauft. Inzwischen wird das Traditionsunternehmen mit zehn Milliarden Dollar bewertet. Beim Börsengang nahm L Catterton 989 Millionen Dollar ein, im Juni 2024 wurden Papiere für weitere 756 Millionen Dollar verkauft. Die Aktien hatten Wochen gebraucht, bis sie über den Ausgabepreis von 46 Dollar hinaus stiegen, inzwischen liegen sie 18 Prozent darüber.
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