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BrandIndex
Eine Filiale des deutschen Lebensmittelunternehmens mymuesli. Quelle: dpa

Alles neu macht das Mymuesli?

Mit individuell zusammengestellten Müslis haben drei Passauer Studenten Unternehmergeschichte geschrieben. Um ihr aufgebautes Image nicht einzubüßen, sind nun allerdings neue Ansätze notwendig.

Es gibt ja durchaus ganz unterschiedliche Möglichkeiten, in den Monat Mai zu kommen. Viele tanzen rein, andere nutzen die Nacht, um sich ihrer Angebeteten mit einem am Haus aufgestellten Maibaum als Verehrer zu erkennen zu geben. Und mindestens wer den ersten Mai nutzt, um gemeinsam zu einer traditionellen Maiwanderung aufzubrechen, sollte den Tag mit einem guten Frühstück beginnen!

Wann die meisten Deutschen am morgigen Feiertag tatsächlich aufstehen und was sie alles in der Mainacht angestellt haben werden, darüber wollen wir hier gerne den Mantel des Schweigens hüllen. Üblicherweise stehen zumindest die meisten Deutschen morgens zwischen sechs und sieben Uhr auf, laut einer aktuellen Umfrage von YouGov tun dies jedenfalls 25 Prozent der Bevölkerung (ab 18 Jahren). Und während 43 Prozent der Befragten angeben, sich nach dem Aufstehen „müde“ zu fühlen, geben 14 Prozent an, dann auch hungrig zu sein. Schauen wir uns die verschiedenen Frühstückstypen an, die es gibt, finden wir zumindest sieben unterschiedliche davon. Am häufigsten finden wir mit 20 Prozent aller Befragten den Typ „Kaffeetrinker“, dessen Verhalten am Morgen vorrangig davon gesteuert ist, dass er Koffein braucht. Immerhin 15 Prozent teilen uns mit, als „Nicht-Frühstücker“ das Haus normalerweise mit nüchternem Magen zu verlassen, weil sie morgens nichts essen können. Und 5 Prozent sind chronisch immer zu spät dran und schnappen sich daher noch schnell etwas daheim oder eben unterwegs. 55 Prozent der Befragten definieren ihr Frühstücksverhalten über das, was sie am Morgen verzehren, sei es nun deftig, herzhaft, süß, leicht und gesund oder reichhaltig an Auswahl.            

Hohes Ansehen unter den gesunden Frühstückern

Es überrascht nicht, dass Mymuesli gerade unter dem Typ „Gesunder Frühstücker“, hierzu zählen immerhin 19 Prozent aller Deutschen, einen überproportional hohen Käuferanteil aufweist. Vor elf Jahren von drei Passauer Studenten gegründet, beschäftigt die GmbH heute rund 800 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich. In Unternehmerkreisen gilt Mymuesli damit als eines der deutschen Vorzeige-Startups überhaupt. Und als Ausdruck der Würdigung der eigenen Markenherkunft soll in Passau in ein paar Jahren auch der neue, große Unternehmenssitz fertiggestellt sein.

Mymuesli hat seinerzeit auf individuelle Müsli-Mischungen als Produktionskonzept gesetzt und von Anfang an die Positionierung als selbstbewusste und moderne Marke gesucht. Selbst zur typischen Verpackungsdose können die Gründer eine kurzweilige und legendäre Entstehungsgeschichte erzählen. Und ihr gesamtes Konzept ist vollends aufgegangen, die Entwicklung von Mymuesli stellt sich bis dato als einzige Erfolgsgeschichte dar. Die Produkte sind nicht günstig, doch das Unternehmen hat seine besondere Zielgruppe gefunden, wie der tägliche YouGov-Markenmonitor BrandIndex zeigt: Vor allem unter den 31- bis 50-Jährigen mit einem monatlichen Netto-Einkommen von über 3000 Euro sind diejenigen zu finden, die für 500 Gramm Müsli mitunter acht Euro und mehr ausgeben. Ein nennenswerter Unterschied zwischen den Geschlechtern ist im Übrigen nicht auszumachen. Frauen und Männer interessieren sich anscheinend gleichermaßen für die fertigen beziehungsweise individuell gemischten Müslis.

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