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Coronahilfen Adler Modemärkte bekommen Staatsdarlehen

Die insolvente Modekette bekommt einen Kredit über zehn Millionen Euro. Zuvor hatte das Unternehmen mangelnde Hilfe der Bundesregierung kritisiert.

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Die Kette mit Sitz in Bayern befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren. Quelle: dpa

Die finanziell gebeutelte Adler Modemärkte AG erhält in der Coronakrise ein Darlehen in Höhe von zehn Millionen Euro vom Bund. Das sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Dienstag in Berlin.

Adler selbst wollte sich zunächst nicht äußern. Das Unternehmen aus Haibach bei Aschaffenburg hatte Anfang Mai öffentlich über mangelnde Unterstützung der Bundesregierung geklagt, obwohl die Finanzprobleme unverschuldet und durch die pandemiebedingten Schließungen der Geschäfte entstanden seien.

Adler beschäftigt etwa 3200 Mitarbeiter, betreibt mehr als 140 Standorte bundesweit und befindet sich seit Januar im Prozess einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Unternehmen hatte sich nach eigenen Angaben wochenlang um ein Darlehen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds bemüht. Das ist der staatliche Rettungsschirm in der Coronakrise. Auch Unternehmen wie die Lufthansa, der Reisekonzern Tui und der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof haben bereits Geld aus dem Fonds erhalten.

Die Adler-Gruppe erzielte nach eigenen Angaben im Jahr 2019 einen Umsatz von 495,4 Millionen Euro und einen Nachsteuergewinn von 5,1 Millionen Euro. Gegründet wurde das Unternehmen 1948 als Konfektionsbetrieb in Annaberg im Erzgebirge (Sachsen).

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