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Im Corona-Jahr Handelsverband Deutschland: „Die Krise ist noch nicht vorbei“

Die Umsätze im stationären Lebensmittelhandel werden nach Einschätzung des HDE auch in diesem Jahr noch einmal um 3,1 Prozent wachsen. Quelle: dpa

Der Einzelhandel in Deutschland geht von einem leichten Wachstum in diesem Jahr aus. Wer der Wachstumstreiber und der Verlierer der Branche ist.

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Trotz der Corona-Krise rechnet der Einzelhandel in Deutschland in diesem Jahr mit einem leichten Wachstum. Der Umsatz der Branche werde voraussichtlich nominal um 1,5 Prozent auf gut 586 Milliarden Euro steigen, prognostizierte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Mittwoch in Berlin.

Wachstumstreiber bleibt demnach der Onlinehandel, dessen Umsätze sich in diesem Jahr noch einmal um knapp 20 Prozent auf mehr als 87 Milliarden Euro erhöhen dürften. Der stationäre Einzelhandel werde dagegen im Gesamtjahr voraussichtlich Umsatzeinbußen von 1,1 Prozent hinnehmen müssen und noch Waren im Wert von 499 Milliarden Euro verkaufen, prognostizierte der HDE.

Doch sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Branchen groß. Während die Umsätze im stationären Lebensmittelhandel nach Einschätzung des HDE auch in diesem Jahr noch einmal um 3,1 Prozent wachsen werden, dürften die Umsätze im übrigen stationären Handel von der Mode bis zum Heimwerken der Prognose zufolge um 4,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen.

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„Die Krise ist noch nicht vorbei, für viele Einzelhändler ist die Lage nach wie vor sehr schwierig“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die positive Entwicklung in den letzten Wochen dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass das erste Halbjahr insbesondere für den Innenstadthandel verloren sei. Mehr als die Hälfte der Innenstadthändler rechne für das laufende Jahr mit Umsätzen unter dem Vorjahresniveau. Extrem gelitten habe der Bekleidungshandel, dessen Erlöse um rund ein Drittel geschrumpft seien.

Mehr zum Thema: Die weltweiten Engpässe im Frachtverkehr werden in den kommenden Monaten auch die Verbraucher in Deutschland spüren. Bei welchen Händlern bald leere Regale und höhere Preise drohen – und wer die Krise meistert.

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