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KamtschatkaVulkanausbruch im Osten Russlands: Behörden warnen vor Folgen für die Luftfahrt

Am Morgen ist der Vulkan Schiwelutsch auf der Halbinsel Kamtschatka ausgebrochen. Die Aschewolke könnte zu Störungen im Flugverkehr führen, warnen Behörden. 11.04.2023 - 13:26 Uhr

Der Schiwelutsch ist einer der größten Vulkane Kamtschatkas und gilt als einer der aktivsten Vulkane Russlands.

Foto: AP

Ein Vulkanausbruch im Fernen Osten Russlands hat am Dienstag die örtlichen Behörden zu einer Warnung für den Flugverkehr veranlasst. Der Vulkan Schiwelutsch auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka stieß eine großflächige Aschewolke aus, die eine Höhe von 20 Kilometern erreichte. Dadurch könne auch der internationale Flugverkehr gestört werden, so die Behörden.

Entlang Kamtschatkas verlaufen die Hauptflugrouten zwischen den USA und Japan. Ob es tatsächlich zu Beeinträchtigungen kam, war zunächst unklar. Nach einem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im Jahr 2010 waren weite Teile des europäischen Luftraums für sechs Tage gesperrt.

Die Eruption des Schiwelutsch habe kurz nach Mitternacht (Ortszeit) begonnen und sich sechs Stunden lang weiter gesteigert, teilte die für Kamtschatka zuständige Abteilung von Russlands Geophysikalischer Akademie mit. Die Aschewolke habe ein Ausmaß von mehr als 100.000 Quadratkilometern erreicht und sei westlich abgetrieben. Nahe gelegene Dörfer seien mit einer fast neun Zentimeter hohen Ascheschicht überzogen worden.

Lava ließ Schnee schmelzen und befürchten, dass Schlammmassen eine Autobahn erreichen könnten. Es sei aber nicht damit zu rechnen, dass Lava bis in umliegende Dörfer fließe, erklärten die Behörden.

Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Auf der weitläufigen Halbinsel leben rund 300.000 Menschen. Kamtschatka liegt etwa 6800 Kilometer östlich von Moskau. Örtliche Behörden erklärten, einige Schulen blieben geschlossen und die Bewohner sollten ihre Häuser nicht verlassen. Die Stromversorgung sei wiederhergestellt, und auch Trinkwasser sei vorhanden.

Die Vulkantätigkeit habe sich etwas beruhigt, gehe aber auch 15 Stunden nach Beginn des Ausbruchs noch weiter, sagte Danila Tschebrow vom Geophysik-Institut. Die Entstehung weiterer Aschewolken könne nicht ausgeschlossen werden.

Der Schiwelutsch ist einer der größten Vulkane Kamtschatkas und gilt als einer der aktivsten Vulkane Russlands. Den letzten großen Ausbruch gab es im Jahr 2007. Aschewolken können über große Flächen den Flugverkehr lahmlegen. Beim Ausbruch des isländischen Eyjafjallajökull waren mehr als zehn Millionen Flugpassagiere betroffen. Der Schaden betrug 1,7 Milliarden Dollar.

rtr
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