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SupermärkteInflation setzt Walmart zu – Kunden verändern Einkaufsverhalten

Bei der US-Einzelhandelskette schlagen steigende Personalkosten durch, sodass steigende Umsätze die Gewinne nicht stützen. Die Aktie fällt drastisch. 17.05.2022 - 16:00 Uhr

Der US-Handelsriese versucht die Preise trotz Rekordinflation niedrig zu halten – das kostet Marge.

Foto: AP

Der US-Einzelhandelsriese Walmart hat wegen der drastisch gestiegenen Inflation seine Gewinnprognose gekürzt. Das Betriebsergebnis werde im bis März 2023 laufenden Geschäftsjahr währungsbereinigt um ein Prozent sinken, kündigte der Konzern am Dienstag an.

Ursprünglich hatte Walmart ein Plus von drei Prozent in Aussicht gestellt. Die Aktie fiel zum Handelsstart um 7,7 Prozent und damit so stark wie seit dem Börsen-Crash im März 2020 nicht.

Die Inflation in den USA befindet sich derzeit auf dem höchsten Niveau seit fast vier Jahrzehnten. Dem kann sich auch der Einzelhandelsriese Walmart trotz seiner großen Verhandlungsmacht nicht entziehen: Im abgelaufenen Quartal gingen die Personalkosten durch die Decke. Hinzu kamen Kosten im Zusammenhang mit den gestiegenen Benzinpreisen sowie Lieferschwierigkeiten.

Der Überschuss brach um ein Viertel auf 2,05 Milliarden Dollar ein, wie Walmart weiter mitteilte. Der Umsatz legte dagegen um 2,4 Prozent auf 141,6 Milliarden Dollar zu.

Wegen der gestiegenen Lebensmittel-Preise mussten Kunden einen größeren Teil ihres Haushaltsbudgets für Nahrungsmittel aufwenden, so dass sie seltener zu anderen Waren griffen. „Bei Lebensmitteln sehen wir zweistellige Inflationsraten und ich bin besorgt, dass sie weiter steigen könnten“, sagte Walmart-Chef Doug McMillon.

Walmart befinde sich in einer Phase, in der es absolut notwendig sei, niedrige Preise beizubehalten, was wiederum die Profitabilität belaste, sagte Neil Saunders vom Beratungsunternehmen GlobalData. Die Zahlen zeigten, dass die Inflation sich auf das Konsumverhalten auszuwirken beginne, sagte Analystin Stephanie Wissink von der Investmentbank Jefferies.

rtr
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