Thomas Cook Condor stockt seine Flotte auf

Nach dem Aus für Air Berlin baut Condor seine Flotte aus. Mutterkonzern Thomas Cook verbucht dagegen einen Winter-Verlust.

Der deutsche Ferienflieger will seine eigene Flotte im Vergleich zum Vorjahr von 26 auf 37 Maschinen aufstocken. Quelle: dpa

London/FrankfurtDer britische Reisekonzern Thomas Cook und seine deutsche Tochter Condor bauen nach dem Ende von Air Berlin ihr Flugangebot in Deutschland kräftig aus. Konzernweit soll es im Sommer um 10 Prozent wachsen.

Der deutsche Ferienflieger Condor werde seine eigene Flotte im Vergleich zum Vorjahr von 26 auf 37 Maschinen aufstocken, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag. Möglich wird dies durch zwei neue Töchter - die übernommene Air Berlin Aviation mit sechs Mittelstreckenjets und die jüngst gegründete Thomas Cook Airlines Balearics auf Mallorca mit fünf Maschinen.

Damit stößt Condor in die Lücke, die nach der Pleite von Air Berlin auf dem deutschen Markt aufgerissen war. Zudem spricht Thomas Cook - zum Konzern gehört auch Neckermann Reisen - mit dem Luftfahrtunternehmer und ehemaligen Rennfahrer Niki Lauda über eine Kooperation.

Lauda hat den Zuschlag für die einst von ihm gegründete Air-Berlin-Tochter Niki erhalten und will sie zum Sommerflugplan unter dem Namen Lauda Motion wieder an den Start bringen. Bei den Gesprächen mit Thomas Cook geht es um die Vermarktung der Flugtickets und die feste Abnahme von Sitzplatz-Kontingenten für die Pauschalreisen des Konzerns.

Im ersten Geschäftsquartal bis Ende Dezember konnte Thomas Cook seinen saisontypischen Verlust eindämmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank das Minus im operativen Geschäft bereinigt um Sondereffekte um fast ein Fünftel auf 42 Millionen britische Pfund (47 Millionen Euro). Der Umsatz legte dank zusätzlicher Kunden und höherer Preise um sieben Prozent auf 1,75 Milliarden Pfund zu.

Reiseveranstalter wie Tui und Thomas Cook schreiben im Winter meist Verluste, weil sie dann ihre festen Kosten nicht decken können. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein. Thomas-Cook-Chef Peter Fankhauser sprach von einem guten Start ins Geschäftsjahr.

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