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Umbruch auf EU-Markt Südzucker erwartet deutlich weniger Gewinn

Obwohl Südzucker im vergangenen Geschäftsjahr seinen operativen Gewinn steigern konnte, rechnet das Unternehmen nun mit einem geringeren Ertrag.

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Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Südzucker den operativen Gewinn leicht auf 440 (2016/17: 426) Millionen Euro gesteigert. Quelle: dpa

München Die Lockerung des EU-Zuckermarktes trifft den europäischen Branchenführer Südzucker hart. Der operative Gewinn werde im neuen Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende Februar) trotz stabiler Umsätze auf 100 bis 200 Millionen Euro einbrechen, räumte das Unternehmen am Montag in Mannheim ein.

Im Kerngeschäft mit Zucker werde sogar ein Verlust von 100 bis 200 Millionen Euro herauskommen, der sich durch erwartete Zuwächse bei Früchten und Spezialitäten wie Fertig-Pizza nicht wettmachen lassen werde. Die trüben Aussichten ließen die kürzlich in den Kleinwerte-Index SDax abgestiegene Südzucker-Aktie am Montag um sieben Prozent auf 13,86 Euro einbrechen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Südzucker den operativen Gewinn leicht auf 440 (2016/17: 426) Millionen Euro gesteigert. Er lag damit im Rahmen der Prognosen von 425 bis 500 Millionen Euro. Der Umsatz stieg auf 7,0 (6,5) Milliarden Euro und traf damit ebenfalls die eigenen Erwartungen. Die Dividende soll mit 45 Cent je Aktie stabil bleiben.

Seit dem 1. Oktober ist der europäische Zuckermarkt liberalisiert. Jahrelang geltende Produktionsquoten, garantierte Mindestpreise und Ausfuhrbeschränkungen sind damit aufgehoben. Seitdem kämpft Südzucker mit sinkenden Preisen. Hinzu kommen die Folgen der weltweiten Überproduktion. Finanzvorstand Thomas Kölbl rechnet mit einer etwa zweijährigen Übergangsphase.

Auch bei der börsennotierten Ethanol-Tochter CropEnergies steht ein Gewinnrückgang ins Haus. Lag das operative Ergebnis 2017/18 mit 72 (98) Millionen Euro schon unter dem Rekordwert aus dem Vorjahr, sagt CropEnergies für das neue Jahr nur noch 30 bis 70 Millionen voraus.

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