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625 Millionen Dollar Evonik kauft US-Konzern PeroxyChem

Evonik kauft PeroxyChem Quelle: REUTERS

Evonik übernimmt den US-Konzern PeroxyChem und setzt damit seine Einkaufstour fort. Mit dem Zukauf wollen die Essener ihr Geschäft mit Wasserstoffperoxid ausbauen.

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Der Spezialchemiekonzern Evonik setzt seine Einkaufstour fort und baut mit dem jüngsten Zukauf sein Wasserstoffperoxid-Geschäft weiter aus. Evonik übernehme für 625 Millionen Dollar (rund 547 Millionen Euro) das US-Unternehmen PeroxyChem vom Finanzinvestor OEP, teilte Evonik am Donnerstag mit. Die Amerikaner beschäftigen rund 600 Mitarbeiter und peilen den Angaben zufolge für 2018 einen Jahresumsatz von 300 Millionen Dollar und einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebitda) von rund 60 Millionen Dollar an.

Evonik selbst ist bereits einer der weltweit größten Hersteller von Wasserstoffperoxid. 13 weltweit verteilte Produktionsstätten betreiben die Essener dazu nun soll PeroxyChem dazukommen, wenn die Kartellbehörden grünes Licht gegeben haben. Die Transaktion solle Mitte 2019 abgeschlossen sein. Wasserstoffperoxid kommt als Alternative zu Chlor unter anderem in der Zellstoff- und Textilbleiche zum Einsatz. Es wird aber auch im Pharma- und Kosmetikbereich sowie zur Behandlung von Lebensmittelverpackungen genutzt und zur Aufbereitung von Wasser.

Evonik will mit Zukauf auch Kosten senken

Evonik kann nun in dem kombinierten Geschäft auch die Kosten drücken. Von 2022 an seien Synergien von rund 20 Millionen Dollar pro Jahr geplant. Evonik hatte bereits 2017 für 630 Millionen Dollar das Silica-Geschäft der US-Firma JM Huber übernommen - mit dem neuen Zukauf stärken sie nun ihr Standbein in Nordamerika. Die Essener hatten zuvor eine Sparte des US-Konzerns Air Products für rund 3,8 Milliarden Dollar gekauft. Evonik-Chef Christian Kullmann will damit das Spezialchemie- Geschäft stärken und den Konzern rentabler machen. Auf der anderen Seite baut er Evonik weiter um, das Methacrylat-Geschäft, das unter anderem Plexiglas umfasst, soll verkauft werden. 2019 werde Evonik voraussichtlich einen Käufer auswählen, hatte Kullmann angekündigt. Dann könnte auch das neue Geschäft in der Bilanz landen.

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