Autobauer: Stellantis lässt Jeep-Gemeinschaftsfirma in China pleitegehen

Der Absatz in China war zuletzt rückläufig.
Foto: ReutersDer Hersteller der ersten ausländischen Automarke in China ist pleite. Das Gemeinschaftsunternehmen von Stellantis
Der italienisch-französische Autobauer Stellantis (Fiat
Die Verkaufszahlen für die beiden Modelle waren seit Jahren im Sinken begriffen. Wurden 2017 in China noch mehr als 200.000 Jeep Cherokees und Compass verkauft, waren es 2021 gerade noch gut 20.000. Im laufenden Jahr erreichte der Absatz bisher 1857 Fahrzeuge.
Bill Russo, Chef der Beratungsfirma Automobility in Shanghai und selbst früher Chrysler-Manager, sagte, Jeep habe es verpasst, sich an die Veränderungen auf dem chinesischen Markt und die Kundenwünsche anzupassen. „Man kann im 21. Jahrhundert kein Geschäftsmodell aus den 1980er Jahren mehr verfolgen.“
Stellantis-Chef Carlos Tavares hatte im Juli den wachsenden politischen Einfluss auf das Geschäft mit chinesischen Partnern beklagt. Ausländische Autobauer stehen dort unter Druck. Mit dem Trend zu Elektroautos gewinnen die einheimischen Hersteller Marktanteile.
Das Joint-Venture-Modell, das lange die Voraussetzung für den Markteintritt internationaler Autobauer auf dem lukrativen chinesischen Markt war, sei in Gefahr, sagte Chee-Kiang Lim von der US-Beratungsfirma Urban Science in Detroit. Es sollte den Technologietransfer nach China sichern.
Von diesen Gemeinschaftsfirmen dürften in den nächsten Jahren immer mehr aufgelöst werden, nachdem die chinesischen Autobauer glaubten, die ausländische Konkurrenz eingeholt oder sogar überholt zu haben. Der einzige ausländische Autobauer, der in China ohne ein Joint Venture produzieren darf, ist der US-Elektroautobauer Tesla







