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Baumaschinen Wacker Neuson verfehlt Gewinnziel und legt Sparprogramm auf

Die Bauwirtschaft in Deutschland boomt. Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson kann davon allerdings nicht profitieren – und muss nun sparen.

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Wacker Neuson verfehlt Gewinnziel und legt Sparprogramm auf Quelle: dpa

Der Baumaschinenhersteller Wacker Neuson hat sich mit seinen Gewinnerwartungen erneut verschätzt. Aufgrund schwacher Geschäfte vor allem in Nordamerika lag das Betriebsergebnis im abgelaufenen Jahr unter der bereits gesenkten Prognose des Managements, wie das Unternehmen in München mitteilte. Vorstandschef Martin Lehner will mit einem Sparprogramm gegensteuern. An der Börse brach die Aktie am Dienstag um acht Prozent ein und war damit schwächster Titel im Kleinwerteindex SDax.

Die Umsatzrendite (Ebit-Marge) lag nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Jahr bei rund acht Prozent. Erst im Oktober hatte Lehner das Renditeziel auf 8,3 bis 8,8 Prozent gesenkt. Zuvor hatte er eine Marge von 9,5 bis 10,2 Prozent in Aussicht gestellt. Im Jahr 2018 hatte Wacker Neuson noch eine Ebit-Marge von 9,4 Prozent erwirtschaftet.

Der Umsatz hingegen stieg im vergangenen Jahr um rund zwölf Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Das lag unter anderem daran, dass Wacker Neuson in Nordamerika seine Lager räumte und schwer verkäufliche Maschinen zu Vorzugskonditionen auf den Markt warf. Auch der anhaltend ungünstige Produktmix habe das Ergebnis belastet. Wacker Neuson produziert Baugeräte sowie kleine und mittelgroße Bagger für Bauunternehmen, Landwirte und Kommunalbetriebe.

Mit einem Sparprogramm will Lehner nun in den kommenden beiden Jahren die Kosten um bis zu 50 Millionen Euro senken. Einzelheiten wolle der Konzern erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Lehner bekräftigte das Ziel, bis 2022 den Umsatz auf mehr als zwei Milliarden Euro und die Ebit-Marge auf mehr als elf Prozent zu steigern.

Mehr: Die Mehrheitseigner von Wacker Neuson haben im Juli ein millionenschweres Aktienpaket verkauft. Durch die Veräußerung fällt der Anteil des Familienkonsortiums an dem Bagger-Hersteller auf 58 Prozent. An Abschied denken die Aktionäre aber nicht.

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