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IndustrieunternehmenBayWa behält Wind- und Solarprojekt-Tochter BayWa r.e. nun doch

BayWa bemüht sich zur Zeit um eine Sanierung. Das Tochterunternehmen BayWa r.e. soll aber vorerst doch nicht verkauft werden. 17.03.2025 - 13:34 Uhr
Ein schwimmender Solarpark der BayWa Tochter, BayWa r.e. Foto: Paul Langrock/laif

Kehrtwende bei der BayWa: Der Münchner Agrar- und Baustoffhändler behält seine Solar- und Wind-Projekte-Tochter BayWa r.e. vorerst doch. Statt eines Verkaufs weiterer Anteile an den schweizerischen Partner Energy Infrastructure Partners (EIP) will die BayWa AG ihre 51-Prozent-Beteiligung nun in eine Beteiligungsfirma ausgliedern, um sie nicht mehr in die eigene Bilanz einbeziehen zu müssen, wie sie am Montag erklärte. Das hat den Vorteil, dass sie ihr Gesellschafterdarlehen über 350 Millionen Euro nicht abschreiben muss und den Anteil an der BayWa r.e. später womöglich teurer verkaufen kann.

Grundsätzlich steht die BayWa r.e. aber weiter auf der Liste der Beteiligungen, die Chef-Sanierer Michael Baur abgeben will, um die Schuldenlast der BayWa drastisch zu senken. Die Erneuerbare-Energien-Tochter hatte zuletzt immer mehr Geld von der BayWa AG gebraucht, um ihre großen Wind- und Solarprojekte zu finanzieren, weil der Weiterverkauf der fertigen Projekte lahmte. Das trieb die Schuldenlast der Muttergesellschaft bei steigenden Zinsen nach oben, bis diese in Schieflage geriet.

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Die Banken und die Großaktionäre der BayWa seien nun bereit, frisches Geld für die BayWa r.e. zur Verfügung zu stellen, so dass diese bis Ende 2028 durchfinanziert werde, hieß es in der Mitteilung. Zum Teil fließt das Geld direkt als Kredit an die BayWa r.e., zum Teil über ein neues Gesellschafterdarlehen der BayWa AG. Auf dieser Basis könne auch die Sanierungsvereinbarung mit den Banken zügig angepasst werden.

Insgesamt fließen der BayWa r.e. nach eigenen Angaben damit rund 435 Millionen Euro zu. „Mit dieser Lösung sind wir mehrere Schritte weiter gekommen - die Unterstützung der Gesellschafter und Finanzierer wird uns auch operativ bei der zügigen Umsetzung unserer Transformation einen positiven Schub geben“, erklärte BayWa. r.e.-Chef Matthias Taft. Deshalb habe EIP von dem Plan Abstand genommen, seine Beteiligung auf 65 von bisher 49 Prozent aufzustocken. EIP will die BayWa r.e. gesundschrumpfen.

Die BayWa AG erspart sich damit nicht nur die Abschreibung, sondern aller Voraussicht nach auch die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung. Denn das Eigenkapital bleibt ohne die Abschreibung positiv.

rtr
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