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Chemiekonzern Lanxess erhöht nach Gewinnsprung erneut die Prognose

Die steigende Nachfrage aus der Autoindustrie treibt die Geschäfte des Chemiekonzerns. Lanxess-Chef Zachert setzt daher erneut die Ziele höher.

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Für Optimismus sorgt die Entwicklung des Geschäfts im zweiten Quartal, das durch die steigende Nachfrage aus der Automobilindustrie angetrieben wurde. Quelle: dpa

Angespornt durch wachsende Gewinne und Umsätze hat der Spezialchemiekonzern Lanxess seine Jahresziele erneut nach oben geschraubt. Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun ein Betriebsergebnis (Ebitda) vor Sondereinflüssen von einer bis 1,05 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Im Mai hatte das Management die ursprünglichen Ziele bereits auf eine Spanne von 950 Millionen bis zu eine Milliarde Euro erhöht. Zuvor hatte die Untergrenze bei 900 Millionen Euro gelegen.

„Wir sind mit unseren Volumina wieder zurück auf dem Niveau vor der Pandemie und blicken mit Zuversicht auf die zweite Jahreshälfte“, sagte Vorstandschef Matthias Zachert. Für den Optimismus sorgte die Entwicklung des Geschäfts im zweiten Quartal, das durch die steigende Nachfrage aus der Automobilindustrie angetrieben wurde. Das Ebitda vor Sondereinflüssen kletterte in dem Zeitraum um 23,7 Prozent auf 277 Millionen Euro.

Höhere Rohstoffpreise habe man über höhere Verkaufspreise größtenteils wettmachen können, erklärte der Konzern. Negativ auf das Ergebnis hätten sich Wechselkurseffekte, hohe Frachtkosten und vor allem in Deutschland gestiegene Energiekosten ausgewirkt. Der Konzernumsatz stieg um 27,5 Prozent auf 1,83 Milliarden Euro.

Die Chemiebranche brummt derzeit. Sie gilt als wichtiger Konjunkturindikator, da ihre Produkte in allen großen Industriezweigen benötigt werden. Der Branchenverband VCI verbreitete im Juni Optimismus und sprach von der „Hoffnung auf ein gutes Chemiejahr“. Mehrere Chemiekonzerne wie BASF, Covestro und Evonik hatten bereits in den vergangenen Wochen die Messlatte für ihre Jahresziele höher gelegt.

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