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ChemieindustrieLanxess erwartet Gewinnrückgang für 2025

Der Chemiekonzern Lanxess ist unter Druck und plant bis 2027 Einsparungen von 50 Millionen Euro pro Jahr. Die Anleger reagieren verstimmt. 14.08.2025 - 12:01 Uhr
Der Unternehmenssitz des Spezialchemiekonzerns Lanxess in Leverkusen. Foto: dpa

Lanxess erwartet wegen des schwachen Marktumfelds in diesem Jahr einen Gewinnrückgang und will mit Standortschließungen sowie Effizienzverbesserungen gegensteuern. So sollen bis Ende 2027 Einsparungen von 50 Millionen Euro pro Jahr erzielt werden, wie der Kölner Spezialchemiekonzern am Donnerstag ankündigte. Die europäische und die deutsche Industrie seien derzeit in anspruchsvollem Fahrwasser unterwegs, sagte Vorstandschef Matthias Zachert. „Und auch die Chemie ist hart getroffen.“

Die anhaltenden Zolldiskussionen mit den USA sorgten für „enorme“ Unsicherheit in den Märkten. Eine Verbesserung der Marktlage sei derzeit nicht in Sicht. Hinzu komme, dass China seine Produkte in Europa „verklappe“ und damit die Preise unter Druck setze. Daher habe er die Jahresprognose zusammengestrichen und erwarte 2025 nun einen Rückgang des operativen Ergebnisses (Ebitda) vor Sondereinflüssen auf 520 bis 580 (Vorjahr: 614) Millionen Euro. Darin enthalten seien Belastungen in Höhe von zehn Millionen Euro wegen Liefereinschränkungen eines Chlorlieferanten. Ursprünglich hatte Zachert ein Ebitda von 600 bis 650 Millionen Euro angestrebt.

Bei den Anlegern kamen die mauen Aussichten nicht gut an: Die im Nebenwerteindex MDax gehandelte Aktie gab um mehr als drei Prozent auf 23,48 Euro nach.

Kosten sollten reduziert werden

Im Zeitraum April bis Juni verbuchte Lanxess einen Umsatzrückgang um 12,6 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro, während das Ebitda vor Sondereinflüssen um 17,1 Prozent auf 150 Millionen Euro zurückging. Netto stieg das Minus auf 45 Millionen Euro nach einem Fehlbetrag von 16 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Nun sollen Standortschließungen und Effizienzverbesserungen weitere Kosten einsparen. Die Schließung des Standortes Krefeld-Uerdingen sei bereits auf Ende des zweiten Quartals vorgezogen worden, sagte Zachert. Davon betroffen seien etwa 65 Mitarbeiter.

Die Produktion am britischen Standort Widnes werde im Laufe des Jahres 2026 beendet. Dort seien 70 Beschäftigte betroffen. Zudem werde die Fertigung in den USA in El Dorado effizienter gestaltet.

rtr
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