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Dieselskandal Ex-Audi-Chef Rupert Stadler soll im Januar vor Gericht aussagen

Das Landgericht München sagt den kommende Woche angesetzten Termin ab, um Infektionen zu vermeiden. Rupert Stadler soll nun im Januar aussagen.

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Der frühere Audi-Chef muss sich als erster Top-Manager aus dem Volkswagen-Konzern vor einem deutschen Gericht für den Dieselskandal verantworten. Quelle: dpa

Im Münchner Betrugsprozess um den Audi-Dieselskandal soll der angeklagte Ex-Firmenchef Rupert Stadler Mitte Januar aussagen. Das Landgericht München setzte den für Stadlers Aussage zunächst geplanten Verhandlungstermin am 22. Dezember wegen der Corona-Pandemie ab, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte.

Die Strafkammer sei zwar unabhängig von dem von Bund und Ländern beschlossenen Lockdown, wolle aber ebenso wie die Regierungen vor den Weihnachtsfeiertagen Infektionsrisiken vermeiden. Stadlers Einlassung sei nun für den 12. Januar geplant. Weil der Prozess laut Gesetz maximal einen Monat lang unterbrochen werden dürfe, sei mit einer weiteren Terminabsage nicht zu rechnen.

Stadler muss sich als erster Top-Manager aus dem Volkswagen-Konzern vor einem deutschen Gericht für den Dieselskandal verantworten. Zusammen mit ihm sitzen seit September drei frühere Audi-Ingenieure auf der Anklagebank.

Während die Staatsanwaltschaft den drei Mitangeklagten eine gezielte Manipulation von Abgaswerten vorwirft, um gesetzliche Grenzwerte zu umgehen, soll Stadler es versäumt haben, nach dem Auffliegen des Skandals im Jahr 2015 den Verkauf betroffener Fahrzeuge zu stoppen. Ein Betrugsprozess gegen den früheren Volkswagen-Chef Martin Winterkorn soll im kommenden Jahr vor dem Landgericht Braunschweig beginnen. Alle Angeklagten haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

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