
In einem gemeinsamen Brief von German-Pellets-Chef Peter Leibold und seiner Tochter Kathrin Wiedmer heißt es: „Der guten Ordnung halber“ teile man mit, dass Lieferungen aus drei Werken ab dem 14. Dezember über eine Firma namens Mitteldeutsche Pellet Vertriebsgesellschaft abgerechnet würden. Das Schreiben liegt der WirtschaftsWoche vor. Bislang hatte die Woodox Management GmbH, eine Tochter der German Pellets, den Vertrieb der in den Werken produzierten Holzpellets übernommen. Die Mitteldeutsche Pellet Vertriebsgesellschaft, deren alleinige Gesellschafterin und Geschäftsführerin Leibolds Tochter ist, wurde erst am 8. Dezember gegründet.
Bei den Werken, deren Vertrieb nun umgestellt worden ist, handelt es sich um die Woodox-Werke Sachsen GmbH (Löbau), Sachsen-Anhalt Nord GmbH (Oranienbaum) und Sachsen-Anhalt Süd GmbH (Osterfeld). Sie gehören nicht zu German Pellets, doch das Unternehmen durfte die Werke betreiben und Woodox den Vertrieb steuern. Während Woodox-Werke weiter produzieren, stand die Produktion in German Pellets eigenen Werken zuletzt still. Nach Informationen der WirtschaftsWoche streiken Lieferanten, weil German Pellets Holzrechnungen nicht bezahlt haben soll.
Weder German Pellets noch Leibold und Wiedmer wollten sich auf Anfrage dazu äußern.