German Pellets Weitere Anzeigen gegen insolventen Holzverarbeiter

Ein Anleger des insolventen Holzverarbeiters German Pellets hat Anzeige gegen das Unternehmen wegen Betrugs erstattet. Auch Unternehmen, die mit German Pellets gearbeitet haben, machen ausstehende Zahlungen geltend.

Das Werk von German Pellets in Wismar. Quelle: dpa

Gegen den drohenden Verlust ihrer Geldanlagen beim insolventen Holzverarbeiter German Pellets in Wismar versuchen sich Anleger auch juristisch zu wappnen. Nach drei Geldgebern, denen Verluste zwischen 2500 und 13.000 Euro drohen, hat nach Behördenangeben nun ein Betroffener Anzeige wegen Betrugs erstattet, der 250.000 Euro bei dem Brennstoffhersteller für Holzheizungen angelegt hatte. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Rostock weiter mitteilte, rechnet die Behörde mit einer Vielzahl weiterer Anzeigen aus dem gesamten Bundesgebiet.

German Pellets - Fakten zum Unternehmen

Branchenberichten zufolge steht der nach eigenen Angaben einst weltweit größte Produzent und Händler von Holzschnitzeln bei mehr als 12.000 Anlegern mit über 220 Millionen Euro in der Schuld. Anfang Februar, wenige Wochen vor der fälligen Rückzahlung einer Anleihe über 52 Millionen Euro, hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

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Auch Geschäftspartner klagen offene Forderungen ein. Laut Staatsanwaltschaft liegt in Rostock eine Anzeige wegen des Verdachts auf Unterschlagung von 27 Millionen Euro vor. Ein Bremer Messeservice-Unternehmen macht nach Angaben seines Geschäftsführers 75.000 Euro an ausstehenden Zahlungen geltend. Die Anzeige dazu sei bei der Bremer Polizei gestellt worden, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die vorläufige Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde hat sich noch nicht zur Höhe des verbliebenen Firmenvermögens und den ermittelten Verbindlichkeiten geäußert. Unbestätigten Angaben zufolge sollen bei der Übernahme nur 5000 Euro in den Firmenkassen gewesen sein.

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