1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Windanlagenhersteller: IG Metall ruft Vestas-Beschäftigte zu Warnstreik auf

IndustrieIG Metall ruft Vestas-Beschäftigte zu Warnstreik auf

Die IG Metall hat Beschäftigte der deutschen Tochter des dänischen Windanlagenherstellers Vestas zu einem Warnstreik aufgerufen. Damit sollen Verhandlungen über einen Tarifvertrag bewegt werden. 29.08.2022 - 07:09 Uhr

Das Logo der IG Metall.

Foto: dpa

Die IG Metall will die deutsche Tochter des dänischen Windanlagenherstellers Vestas mit einem Warnstreik zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag bewegen. Alle 1700 Beschäftigten seien bundesweit dazu aufgerufen, an diesem Montag für drei Stunden die Arbeit niederzulegen, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, der Rendsburger IG-Metall-Geschäftsführer Martin Bitter, der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir wollen, dass die in der Normalität ankommen, was Arbeitsbeziehungen angeht“, sagte Bitter. Bislang weigere sich Vestas, die IG Metall als Verhandlungspartner für einen Tarifvertrag zu akzeptieren. Stattdessen wolle das Unternehmen lieber mit dem Betriebsrat über die Arbeitsbedingungen und die Höhe der Entgelte sprechen. „Diese Blockadehaltung können wir nicht akzeptieren“, sagte Bitter. Das Unternehmen hat bislang auf eine dpa-Anfrage zu dem Konflikt nicht reagiert.

Deutschlands größte Gewerkschaft war Mitte Mai in Gespräche mit der Vestas Deutschland GmbH (Hamburg) eingestiegen. Zuletzt habe man Anfang Juli miteinander gesprochen, dieses Treffen sei sehr kurz gewesen. Der Konflikt betrifft laut IG Metall insgesamt rund 1700 Beschäftigte, darunter 700 Monteure, die im ganzen Bundesgebiet mit Service und Wartung von Windkraftanlagen beschäftigt sind.

Bitter hatte vor Beginn der Gespräche im Mai die „klare Erwartungshaltung der Beschäftigten“ zu tariflich geregelten Arbeitsbedingungen geäußert. „Die Windbranche wird eine Schlüsselrolle einnehmen beim Umbau unserer Strom- und Energieversorgung in den kommenden Jahren“, so der Gewerkschafter. „Umso wichtiger ist es aus unserer Sicht, dass wir ernsthafte Schritte unternehmen, um auch die Tarifbindung in der Branche zu erhöhen.“

Die IG Metall beklagt seit langem, dass zwar viele Zulieferer der Windindustrie, zum Beispiel Maschinenbauer, traditionell dem Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie unterliegen. Bei Herstellern und im Servicebereich habe sich die Windbranche aber bisher einer Tarifbindung verweigert.

Lesen Sie auch: IG Metall lehnt Einmalzahlungen bei Tarifverhandlungen ab

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick