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Industriekonzern Für Thyssen-Krupps Großanlagenbau gibt es angeblich mehrere potenzielle Interessenten

Der Industriekonzern will sich von der Sparte trennen. Der Verkaufsprozess soll einem Bericht zufolge in Kürze beginnen.

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Der Industriekonzern wird umgebaut. Quelle: Reuters

Der kriselnde Thyssen-Krupp-Konzern treibt Reuters-Insidern zufolge den Verkauf seines Großanlagenbaus voran. Noch in diesem Monat, spätestens aber im Februar, könnte der Prozess beginnen, sagten am Freitag drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur.

Die potenziellen Interessenten erhielten Info-Pakete über die Tochter, die Zement-, Düngemittel- und Chemieanlagen baut. Da die Sparte Verluste schreibt, sei mit eher niedrigen Geboten zu rechnen. Gut möglich, dass die Geschäfte einzeln verkauft würden oder nur Minderheitsbeteiligungen die Besitzer wechseln. Thyssen-Krupp lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Verkaufsprozess werde von den Experten der Citi begleitet. Zu den potenziellen Interessenten gehören den Insidern zufolge die chinesische Sinoma und China National Machinery Industry Corp, die schwedische Sandvik und FLSmidth aus Dänemark. FLSmidth, Citi und Sandvik lehnten eine Stellungnahme ab, Sinoma und China National waren zunächst nicht zu erreichen.

Der Großanlagenbau war früher Teil der schwächelnden Sparte Industrial Solutions und erzielte zuletzt einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) fuhr Thyssen-Krupp damit einen Verlust von 145 Millionen Euro ein. Im Großanlagenbau sind rund 11.400 Mitarbeiter beschäftigt. Thyssen-Krupp hat für dieses Jahr einen deutlich höheren Umsatz und geringere Verluste angekündigt.

Zu den Konkurrenten von Thyssen-Krupp in diesem Bereich gehören unter anderem Saipem und Maire Tecnimont aus Italien, die in den USA ansässige Fluor, Asahi Kasei aus Japan, die deutsche KHD Humboldt Wedag sowie Metso und Outotec aus Finnland.

Mehr: Wenige Tage vor der Hauptversammlung von Thyssen-Krupp setzen die Anlegerschützer der DSW ein Zeichen – und kündigen an, die Kontrolleure nicht entlasten zu wollen.

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