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Kampfflugzeuge Airbus will Kampfjet auch nach dem Brexit mit Briten bauen

Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollten bei militärischen Projekten weiter eng zusammenarbeiten, meint Airbus-Chef Enders.

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Airbus-Chef Tom Enders wird nach der Hauptversammlung am 10. April 2019 die Konzernführung an seinen designierten Nachfolger Guillaume Faury übergeben. Quelle: Reuters

Augsburg Airbus-Chef Tom Enders hat dafür plädiert, auch nach einem Brexit den geplanten deutsch-französischen Kampfjet als Nachfolger für den Eurofighter zusammen mit den Briten zu entwickeln. „Die Auffassung, man könne mit den Briten keine Kampfflugzeuge mehr bauen, wenn sie aus der EU aussteigen, ist kompletter Unfug“, sagte Enders der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag). „Im Gegenteil: Gerade, wenn die Briten aus der EU aussteigen, sollten beide Seiten zumindest in der Außen- und Sicherheitspolitik und auch bei militärischen Projekten weiter eng zusammenarbeiten.“

Im Sommer hatten sich Deutschland und Frankreich in der Frage eines neuen Kampfjets nach dem Brexit-Entscheid von den Briten wegbewegt. Der europäische Airbus-Konzern und der Flugzeugbauer Dassault wollen einen Eurofighter-Nachfolger entwickeln. Großbritannien – beim Eurofighter noch mit im Boot – könnte dabei außen vor bleiben.

Im Juli hatte der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson mit den Unternehmen BAE Systems, Leonardo, MBDA und Rolls-Royce ein Modell eines geplanten Kampfjets vorgestellt, der 2035 einsatzbereit sein könnte.

Enders wird nach der Hauptversammlung am 10. April 2019 die Konzernführung an seinen designierten Nachfolger Guillaume Faury übergeben. Der Konzern beschäftigte Ende September etwa 132 000 Mitarbeiter, zwei Prozent mehr als zum Jahresende 2017. Der Airbus-Chef erneuerte in dem Interview seine Warnung vor einem harten Brexit. „Wir sehen den Brexit mit Sorge, er würde uns hart treffen“, sagte Enders. „Wir sind auch ein britisches Unternehmen, Airbus ist das größte zivile Luftfahrtunternehmen in Großbritannien.“

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