1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Lanxess: Chemiekonzern erhöht erneut Ergebnisprognose

LanxessChemiekonzern erhöht erneut Ergebnisprognose

Lanxess gelingt die Neuausrichtung: Im zweiten Quartal verbesserte sich das Ergebnis, daraufhin erhöhte der Spezialchemiekonzern erneut die Prognose für das laufende Jahr. 10.08.2016 - 08:58 Uhr

Der Sitz des Spezialchemie-Herstellers Lanxess in Köln

Foto: dpa

Die Neuausrichtung zahlt sich für den Spezialchemiekonzern Lanxess aus. Vorstandschef Matthias Zachert erhöhte nach einem Ergebnisanstieg im zweiten Quartal erneut die Ziele für 2016. "Mit unserer Neuausrichtung haben wir eine leistungsstarke und effiziente Aufstellung geschaffen und sind mit den richtigen Produkten in den richtigen Märkten unterwegs", erklärte Zachert am Mittwoch. "Für das zweite Halbjahr sind wir sehr zuversichtlich."

Das Kautschukgeschäft bleibe aber schwierig. Für 2016 rechnet der Vorstand nun mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) zwischen 930 und 970 Millionen Euro. Bereits im Mai hatte Lanxess nach einem starken Jahresauftakt seine Prognose auf 900 bis 950 Millionen erhöht.

Zachert hatte Lanxess mit einem Sparprogramm wieder auf Kurs gebracht. Das schwächelnde Geschäft mit synthetischem Kautschuk, in dem Lanxess Weltmarktführer ist, wurde in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem saudischen Ölgiganten Saudi Aramco eingebracht, an dem beide Firmen jeweils die Hälfte halten. Den Kölnern spülte das rund 1,2 Milliarden Euro in die Kassen. Die Einnahmen will Zachert unter anderem für Investitionen in weniger zyklische Geschäfte und Zukäufe nutzen. Im April schlug er bereits zu und übernahm vom US-Chemiekonzern Chemours das Geschäft für Desinfektions- und Hygienelösungen. Der Zukauf soll spätestens zum Ende des dritten Quartals abgeschlossen werden.

Chemieriese

Lanxess erholt sich schneller als gedacht

von Jürgen Salz

Im zweiten Quartal musste Lanxess im Kautschukgeschäft mit dem Gemeinschaftsunternehmen Arlanxeo wegen des anhaltenden Preisdrucks und eines Produktionsausfalls bei einem asiatischen Großlieferanten einen deutlichen Ergebnisrückgang verkraften. Dagegen legte das Ergebnis in den übrigen Segmenten, dem Geschäft mit Basis- und Feinchemikalien, mit Spezialchemikalien sowie Hochleistungskunststoffen, zu. Insgesamt kletterte der bereinigte Betriebsgewinn um 8,5 Prozent auf 293 Millionen Euro, mehr als Analysten erwartet hatten. Der Konzernumsatz sank dagegen um fast acht Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Grund waren gesunkene Verkaufspreise, zu denen sich das Unternehmen wegen der geringeren Rohstoffkosten gezwungen sieht, sowie negative Währungseffekte.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick