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Medizintechnik Siemens Healthineers verspricht sich von Varian mehr Wachstum

Varian ist der teuerste Zukauf der Firmengeschichte. Siemens Healthineers will sich nach der Übernahme neue Umsatz- und Gewinnziele je Aktie setzen.

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Auf einem Investorentag im November will sich Siemens Healthineers nach der Übernahme neue Ziele für Umsatz und Gewinn je Aktie setzen. Quelle: Bloomberg

Die Übernahme des US-Krebstherapie-Spezialisten Varian wird nach Einschätzung von Siemens-Healthineers-Finanzvorstand Jochen Schmitz das Wachstum des Medizintechnik-Konzerns kräftig ankurbeln.

Varian werde seine bereinigte Umsatzrendite von zuletzt rund 15 Prozent deutlich steigern. „Dass wir in einen Margenbereich über 20 Prozent kommen wollen, ist klar“, sagte Schmitz der „Börsen-Zeitung“ (Samstagausgabe). Dazu sollen ein Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent sowie Synergieeffekte beitragen, die bis zum Geschäftsjahr 2024/25 (Ende September) über den avisierten 300 Millionen Euro liegen dürften. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl entsprechend übertroffen werden wird“, sagte Schmitz.

„Aus Wachstum und Synergiepotenzial wird man eine schöne Profitabilitätssteigerung erwarten können“, zeigte sich der Finanzchef zuversichtlich. Varian war für die börsennotierte Siemens-Tochter mit rund 16 Milliarden Dollar der teuerste Zukauf in ihrer Firmengeschichte.

Auf einem Investorentag im November will sich Siemens Healthineers nach der Übernahme neue Ziele für Umsatz und Gewinn je Aktie setzen. Diese dürften dank Varian höher ausfallen als bisher, deutete Schmitz an. „Das würde ich auch so sehen.“

Hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist dagegen der Hochlauf der neuen Laborstraßen-Plattform Atellica. Was die installierten Geräte angehe, hinke Siemens Healthineers rund zehn Prozent hinter den 2019 formulierten Zielen her, räumte Schmitz ein. Grund dafür sei die Pandemie, die die Kliniken und Labore stark belaste.

Eigentlich will Siemens Healthineers in der Diagnostik-Sparte bis 2023/24 um etwa fünf Prozent wachsen und die operative Marge auf rund 15 Prozent steigen. „Aufgrund der Pandemie kann das Erreichen dieser Ziele aber zwei bis vier Quartale länger dauern als ursprünglich gedacht“, sagte Schmitz.

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