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Messer Gasehersteller interessiert sich für Linde-Teile

Nach der Fusion von Praxair und Linde werden beide Konzerne wohl Unternehmensteile verkaufen müssen. Ein Teil des Münchener Gase-Herstellers könnte an den Konkurrenten Messer gehen. Doch der ist mit seinem Interesse nicht allein.

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Das Münchener Unternehmen will mit seinem amerikanischen Konkurrenten Praxair fusionieren. Quelle: dpa

München Der Industriegase-Hersteller Messer spekuliert nach einer Fusion von Linde und Praxair auf Teile des größeren Münchner Rivalen. „Wir interessieren uns für die Transaktion und haben verschiedene Gesprächen mit Banken und möglichen Partnern geführt“, sagte Messer-Chef Stefan Messer der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe) laut einem Vorabbericht. Unter den angesprochenen Banken sei die UBS. Möglicher Partner für Messer wäre Finanzkreisen zufolge der Finanzinvestor CVC. Messer sagte, die Pläne seien in einem frühen Stadium. Noch sei unklar, ob der Zusammenschluss zustande komme und was danach zum Verkauf stehe.

Linde und Praxair gehen davon aus, dass sie nach der Fusion Unternehmensteile verkaufen müssen, wollen aber nicht mehr als 3,7 Milliarden Dollar Umsatz abgeben. Damit es zur Fusion kommt, müssen 75 Prozent der Linde-Aktionäre ihre Anteilsscheine in Papiere der fusionierten Linde plc tauschen. Dafür haben sie noch bis 24. Oktober Zeit. Bis Dienstag hatten 33 Prozent das Angebot zum Umtausch angenommen.

Auch die internationalen Rivalen von Linde und Praxair, Air Products und Air Liquide, haben dem Bericht zufolge ein Auge auf Linde-Teile geworfen. „Wenn die Genehmigungen der Aufsichtsbehörden und Regierungen gesichert sind und wenn Linde und Praxair tatsächlich fusionieren und Vermögenswerte abgeben müssen, würden wir diese evaluieren“, habe Air Products mitgeteilt. „Deutschland ist da keine Ausnahme." Air Liquide teilte der Zeitung mit, die Priorität liege momentan bei der Integration von Airgas, fügte aber an: „Wir werden die Gelegenheiten, die sich ergeben könnten, studieren.“

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