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Neue RechercheEwigkeitschemikalien an vielen deutschen Orten nachweisbar

Sie werden in vielen Alltagsgegenständen verwendet, aber schaden der Umwelt: Ewigkeitschemikalien. Viele Orte in Deutschland sind damit verunreinigt. Doch das sei nur die „Spitze des Eisberges”. 23.02.2023 - 13:16 Uhr Quelle: dpa

Einige PFAS finden unter anderem über Kläranlagen ihren Weg in Flüsse, Seen und Meere.

Foto: dpa

Viele in Deutschland mit den sogenannten Ewigkeitschemikalien PFAS verunreinigten Orte sind nach Einschätzung des Umweltbundesamtes (Uba) noch unbekannt. „Was wir sehen ist vermutlich die Spitze des Eisberges”, heißt es in einer Antwort von Uba-Präsident Dirk Messner an die „Süddeutsche Zeitung” („SZ”), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Recherchen von „SZ”, NDR und WDR zufolge lassen sich an mehr als 1500 Orten in Deutschland PFAS nachweisen. Messner sprach von einem „wichtigen Beitrag, um das Mosaik weiter zusammenzusetzen”.

Gefährlich für die Gesundheit

PFAS ist die Abkürzung für Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen. Einige wenige PFAS sind bereits weitgehend verboten, weil sie als gefährlich für die Gesundheit gelten. Die Stoffe können sich in der Umwelt anreichern und werden nur sehr langsam abgebaut. So finden unter anderem über Kläranlagen einige PFAS ihren Weg in Flüsse, Seen und Meere. Im vergangenen Jahr ergab eine Studie, dass PFAS selbst in den entlegensten Weltregionen im Regenwasser nachweisbar sind.

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften - die Stoffe sind unter anderem sehr stabil und öl- wie auch wasserabweisend - werden sie breit verwendet. Sie finden sich in Alltagsgegenständen wie Anoraks, Pfannen und Kosmetik, sind aber auch Teil von Industrieprozessen und technischen Anwendungen.

Auf EU-Ebene wird ein weitgehend vollständiges Verbot der Stoffgruppe angestrebt, unter anderem vom Uba. Es geht um geschätzt mehr als 10.000 einzelne Substanzen. Viele Fachleute gehen davon aus, dass zumindest ein Teil der bislang erlaubten Stoffe negative Eigenschaften hat.

Wegen der enormen Vielfalt ist ein Großteil der Stoffe bislang aber noch nicht untersucht.

Lesen Sie auch: Umweltsünde Einwegverpackung?

dpa
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