1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. Daimler-Trucks-Chef: Haben bei der Kostenstruktur Nachholbedarf

NutzfahrzeugeDaimler-Trucks-Chef: Haben bei der Kostenstruktur Nachholbedarf

Martin Daum will die Firma krisensicher machen. Er verspricht sich von der Trennung von Daimler und der eigenen Börsennotierung mehr Flexibilität. 06.02.2021 - 09:57 Uhr

Mitbewerber wie Volvo bei der Marge zu überholen, sei dabei nicht das primäre Anliegen. Allerdings machte Daum klar, was den absoluten Gewinn und Cash Flow angeht, brauche sich Daimler Trucks vor niemanden zu verstecken.

Foto: dpa

Die vor der Abspaltung vom Autobauer Daimler stehende Nutzfahrzeugsparte will nach Aussage von Daimler-Trucks-Chef Martin Daum ihre Kostenstruktur auf Vordermann bringen. „Was die Kostenstruktur angeht, hat Europa Nachholbedarf. Daran arbeiten wir schon seit einiger Zeit“, sagte Daum der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).

„Wir brauchen ordentliche Einnahmen, um die Transformation zu bewältigen und auch um durch Krisen wie Corona zu kommen. Aber auch eine enge Abstimmung mit unseren 100.000 Mitarbeitern weltweit.“ Daum verspricht sich von der Trennung von der Konzernmutter Daimler und der eigenen Börsennotierung mehr Flexibilität für Daimler Trucks.

„Wir können beide schneller sein, können uns besser auf unsere Themen und Teams konzentrieren. Wir müssen nicht alle Strategien aufeinander abstimmen“, sagte Daum. „Mein Ziel ist es eine Firma zu bilden, die aus eigener Kraft alle Anforderungen der Zukunft stemmen kann und die zugleich an die Aktionäre noch eine attraktive Dividende ausschüttet“, sagte der Manager.

Daimler teilt sich auf

Schrumpfen als letzte Chance

Autobauer Daimler spaltet seine Truck- und Bussparte ab. Das ist zwar richtig und nötig, aber auch ein weiterer Schritt in die Nische.

Kommentar von Annina Reimann

Mitbewerber wie Volvo bei der Marge zu überholen, sei dabei nicht das primäre Anliegen. Allerdings machte er klar, was den absoluten Gewinn und Cash Flow angeht, brauche sich Daimler Trucks vor niemanden zu verstecken.

Durch die Herauslösung der Lkw- und Bussparte aus dem Konzern sieht Daum für die künftig unter Mercedes-Benz firmierende Autosparte keine größere Gefahr einer Übernahme. „Wenn es eine hypothetische Gefahr gäbe, dann ist die jetzt erst einmal deutlich geringer geworden“, sagte Daum.

„Wer bisher Daimler übernommen hätte, der hätte mit dem Verkauf der Lastwagen-Sparte die Hälfte seines Kaufpreises refinanzieren können. Dieses attraktive Bonbon ist jetzt weg.“

Mehr zum Thema: Daimler spaltet sich auf und konzentriert sich auf E-Autos und Software. Lesen Sie hier ein Interview mit Daimler-Technikchef Sajjad Khan über Wettbewerber im Silicon Valley, Kooperationen mit Roboauto-Spezialisten und das Mercedes-Betriebssystem.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick