WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Nutzfahrzeuge Daimler-Trucks-Chef: Haben bei der Kostenstruktur Nachholbedarf

Mitbewerber wie Volvo bei der Marge zu überholen, sei dabei nicht das primäre Anliegen. Allerdings machte Daum klar, was den absoluten Gewinn und Cash Flow angeht, brauche sich Daimler Trucks vor niemanden zu verstecken. Quelle: dpa

Martin Daum will die Firma krisensicher machen. Er verspricht sich von der Trennung von Daimler und der eigenen Börsennotierung mehr Flexibilität.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Die vor der Abspaltung vom Autobauer Daimler stehende Nutzfahrzeugsparte will nach Aussage von Daimler-Trucks-Chef Martin Daum ihre Kostenstruktur auf Vordermann bringen. „Was die Kostenstruktur angeht, hat Europa Nachholbedarf. Daran arbeiten wir schon seit einiger Zeit“, sagte Daum der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).

„Wir brauchen ordentliche Einnahmen, um die Transformation zu bewältigen und auch um durch Krisen wie Corona zu kommen. Aber auch eine enge Abstimmung mit unseren 100.000 Mitarbeitern weltweit.“ Daum verspricht sich von der Trennung von der Konzernmutter Daimler und der eigenen Börsennotierung mehr Flexibilität für Daimler Trucks.

„Wir können beide schneller sein, können uns besser auf unsere Themen und Teams konzentrieren. Wir müssen nicht alle Strategien aufeinander abstimmen“, sagte Daum. „Mein Ziel ist es eine Firma zu bilden, die aus eigener Kraft alle Anforderungen der Zukunft stemmen kann und die zugleich an die Aktionäre noch eine attraktive Dividende ausschüttet“, sagte der Manager.

Mitbewerber wie Volvo bei der Marge zu überholen, sei dabei nicht das primäre Anliegen. Allerdings machte er klar, was den absoluten Gewinn und Cash Flow angeht, brauche sich Daimler Trucks vor niemanden zu verstecken.

Durch die Herauslösung der Lkw- und Bussparte aus dem Konzern sieht Daum für die künftig unter Mercedes-Benz firmierende Autosparte keine größere Gefahr einer Übernahme. „Wenn es eine hypothetische Gefahr gäbe, dann ist die jetzt erst einmal deutlich geringer geworden“, sagte Daum.

Das interessiert WiWo-Leser heute besonders


 Was heute wichtig ist, lesen Sie hier


„Wer bisher Daimler übernommen hätte, der hätte mit dem Verkauf der Lastwagen-Sparte die Hälfte seines Kaufpreises refinanzieren können. Dieses attraktive Bonbon ist jetzt weg.“

Mehr zum Thema: Daimler spaltet sich auf und konzentriert sich auf E-Autos und Software. Lesen Sie hier ein Interview mit Daimler-Technikchef Sajjad Khan über Wettbewerber im Silicon Valley, Kooperationen mit Roboauto-Spezialisten und das Mercedes-Betriebssystem.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%