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Partnerschaft mit IVU Bus-Sparte von Daimler baut Beratung für Verkehrsbetriebe aus

Der Konzern beteiligt sich an der Softwarefirma IVU. Gemeinsam wollen die Unternehmen künftig Verkehrsunternehmen beraten.

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Der Stuttgarter Konzern rechnet auch in diesem Jahr mit steigenden Verkaufszahlen. Quelle: dpa

Stuttgart Parallel zur hochlaufenden Elektro-Produktion baut Daimlers Bus-Sparte auch das Geschäft mit der Beratung von Verkehrsunternehmen aus. Der Konzern geht dafür eine strategische Partnerschaft mit dem Berliner Software-Unternehmen IVU ein und steigt dort auch mit einem kleinen Anteil ein, wie Sparten-Chef Till Oberwörder am Mittwoch sagte.

IVU hat sich auf Planung und Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs spezialisiert. „Diese Beratungsleistung wird sehr stark nachgefragt“, sagte Oberwörder. Viele Angebote, die man für Elektrobus-Flotten mache, beinhalteten heute schon Beratung. Es geht dabei zum Beispiel um Streckennetz-Analysen.

Den elektrisch betriebenen Bus eCitaro baut Daimler mittlerweile in Serie. So groß die Begeisterung für E-Busse allerdings sei – für die Verkehrsunternehmen bedeuteten sie weiter hohe Kosten und viel Aufwand. „So nimmt die Nachfrage nach unserem eCitaro zwar schrittweise zu, aber ich freue mich auch über jeden zusätzlichen Auftrag“, sagte Oberwörder. „Wir könnten noch mehr liefern.“

Für Daimler Buses insgesamt rechnet Oberwörder auch in diesem Jahr mit steigenden Verkaufszahlen. „Die Märkte geben dies auch her“, sagte er. In Europa, Indien und Brasilien seien die Vorzeichen so positiv, dass absehbare Rückgänge in Argentinien und der Türkei ausgeglichen werden könnten. „Bei der Rendite wollen wir wieder im Zielkorridor von fünf bis sieben Prozent liegen“, sagte Oberwörder.

Mit 2018 zeigte sich Oberwörder angesichts eines um acht Prozent gestiegenen Absatzes zufrieden. Knapp 31.000 Busse und Fahrgestelle hatte Daimler mit seinen Marken Mercedes-Benz, Setra und Bharat Benz verkauft. Das operative Ergebnis blieb mit 265 Millionen Euro allerdings hinter dem Vorjahreswert zurück.

Oberwörder machte dafür Investitionen in den Produktmix sowie einen inflationsbedingten Anstieg der Kosten verantwortlich. „Dies konnten wir durch den höheren Absatz nicht ganz kompensieren“, sagte er.

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