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PharmabranchePfizer gibt Rechte an Krebsimmuntherapie Bavencio an Merck zurück

Die Immuntherapie hat die hohen Erwartungen nie ganz erfüllen können. Nun sichert sich Merck wieder die vollständige Kontrolle über die weltweite Vermarktung. 27.03.2023 - 16:37 Uhr

„Dank der Partnerschaft mit Pfizer sind wir jetzt sehr gut aufgestellt, um Patienten mit Behandlungsbedarf diese Therapie weiterhin zu liefern.“

Foto: IMAGO/sepp spiegl

Das Pharma- und Technologieunternehmen Merck verliert den US-Pharmakonzern Pfizer als Partner für seine Krebsimmuntherapie Bavencio. Pfizer habe die exklusiven weltweiten Rechte für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Bavencio an Merck zurückgegeben, teilte das Darmstädter Unternehmen am Montag mit.

Der Schritt komme einem „lang gehegten Interesse“ von Merck nach. Ab dem 30. Juni habe der Konzern die vollständige Kontrolle über die weltweite Vermarktung von Bavencio. „Dank der Partnerschaft mit Pfizer sind wir jetzt sehr gut aufgestellt, um Patienten mit Behandlungsbedarf diese Therapie weiterhin zu liefern“, sagte Merck-Chefin Belen Garijo.

Merck und Pfizer hatten 2014 eine Allianz zur gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung von Bavencio geschlossen, das aus den Laboren des deutschen Unternehmens stammt. 2017 konnte Merck mit der Krebsimmuntherapie erstmals seit neun Jahren wieder ein neues Medikament auf den Markt bringen.

Das Mittel ist zur Behandlung einer seltenen und aggressiven Form von Hautkrebs sowie von Blasenkrebs zugelassen – für beide Indikationen ist der Markt aber nicht groß. Auf dem Markt ist es auch zur Behandlung von fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom. Entscheidend war von vielen Analysten eine Zulassung zum Einsatz bei Lungenkrebs, der weltweit häufigsten Krebsart, angesehen worden – diese gelang aber nicht. Bavencio floppte zudem in einigen weiteren Studien zum Einsatz bei anderen Krebsarten.

Merck sieht das Medikament gleichwohl als „entscheidenden Wachstumstreiber“ für sein Biopharma-Geschäft an. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen mit dem Mittel 611 Millionen Euro um, ein organisches Plus von knapp 58 Prozent.

Vom einst erhofften Blockbuster mit Milliardenumsätzen ist man damit in Darmstadt allerdings noch weit entfernt. An die Stelle der derzeitigen Gewinnbeteiligung zahlt Merck an Pfizer nun eine Lizenzgebühr in Höhe von 15 Prozent der Nettoumsätze von Bavencio.

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rtr
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