Schaeffler: Autozulieferer Schaeffler schließt Werk in Steinhagen
Der Herzogenauracher Auto- und Industriezulieferer Schaeffler schließt sein Werk in Steinhagen bis Ende 2026. Die Fertigung werde in den Stammsitz der Industriesparte im oberfränkischen Schweinfurt integriert, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Betroffen von der Entscheidung seien rund 200 Produktionsmitarbeiter in Steinhagen. Geplant sei, alle Maßnahmen in engem Dialog mit den Arbeitnehmervertretern möglichst sozialverträglich umzusetzen.
Schaeffler produziert im niedersächsischen Steinhagen vor allem Gelenklager für industrielle Anwendungen sowie Land- und Baumaschinen. Der Umsatz geht dem Unternehmen zufolge seit Jahren zurück, während die Kosten gleich blieben.
In den vergangenen Monaten habe das Management zusammen mit der Arbeitnehmerseite verschiedene Optionen geprüft, allerdings ohne Erfolg. „Wir bedauern, dass im Rahmen der intensiven Analysen und Gespräche keine zukunftsfähige Lösung für den Standort gefunden werden konnte“, sagte der für die Sparte zuständige Vorstand Sascha Zaps.
Durch die Integration des Produktportfolios in Schweinfurt gelinge es, die Fertigung in Deutschland zu belassen. Dazu entstünden in Schweinfurt mehr als 100 neue Arbeitsplätze. In Steinhagen verbleiben nach dem Aus der Produktion rund 20 Mitarbeiter aus den Bereichen Gleit- und Gelenklager und dem Produktmanagement.
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