Siemens Energy: Sonderausschuss soll Windkraftgeschäft durchleuchten
Hubert Lienhard
Foto: dpa Picture-AllianceDer Dax-Konzern Siemens Energy richtet für sein Windgeschäft einen Sonderausschuss im Aufsichtsrat ein. Den Vorsitz wird Ex-Voith-Chef Hubert Lienhard übernehmen. Das erfuhr die WirtschaftsWoche aus dem Umfeld des Aufsichtsrats. Der Ausschuss konstituiert sich am heutigen Donnerstag.
Der Ausschuss soll die neuen Milliardenlasten der kürzlich voll übernommenen Windtochter Siemens Gamesa durchleuchten. Es gehe vor allem darum, die technischen Probleme und ihre finanziellen Folgen zu analysieren und aufzuklären, heißt es im Umfeld des Aufsichtsrats.
Joe Kaeser wird nur Gast des Ausschusses
Von der Kapitalseite des Aufsichtsrats werden dem Ausschuss noch Ex-Siemens-Energy-Topmanager Randy Zwirn, Voltalia-Verwaltungsratschin Laurence Mullier und Siemens-Vorstand Matthias Rebellius angehören. Von der Arbeitnehmerseite kommen IG-Metall-Vorstand Jürgen Kerner, Energy-Betriebsratschef Robert Kensbock, Siemens-Gamesa-Betriebsratschef Horst Hakelberg sowie die Betriebsrätin Nadine Florian hinzu.
Siemens-Energy-Aufsichtsratschef Joe Kaeser wird kein Mitglied des Ausschusses sein, aber als Gast teilnehmen. Kaeser hatte einst als Siemens-Chef 2017 die Fusion der Siemens-Windsparte mit der spanischen Gamesa eingefädelt.
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