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SiemensGE greift bei den Turbinen an

Siemens tut sich derzeit schwer, seine Turbinen in Deutschland zu verkaufen. Zuletz hat der US-Rivale General Electric den Münchnern einige Aufträge weggeschnappt – wegen eines kleinen, aber entscheidenden Unterschieds.Matthias Kamp 08.06.2015 - 10:31 Uhr

Fujitsu

Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu will einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland 400 bis 500 Arbeitsplätze abbauen. Eine endgültige Entscheidung solle nach Verhandlungen mit den Beschäftigten fallen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei". Insgesamt beschäftigt der Konzern hierzulande 12.000 Menschen. Die Stellenstreichungen beträfen hauptsächlich Entwicklung und Informationstechnik.

Bereits am Dienstag hatte der Konzern bekanntgegeben, in Großbritannien 1800 Jobs zu streichen. Das entspricht 18 Prozent der Belegschaft dort. Insidern zufolge könnte sich Fujitsu künftig auf IT-Dienstleistungen konzentrieren. Mit dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo verhandelt das Unternehmen offenbar über einen Verkauf des PC-Geschäfts von Fujitsu.

Foto: REUTERS

Lufthansa Technik

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Lufthansa Technik, die Gewerkschaft Verdi und der Betriebsrat des Unternehmens auf eine Zukunft für die Triebwerksüberholung am Standort Hamburg verständigt. Danach fallen in den nächsten Jahren 700 von 2000 Arbeitsplätzen in Deutschland in diesem Bereich weg. Auf betriebsbedingte Kündigungen will die Lufthansa Technik verzichten und mit Frühverrentungen, Abfindungen und anderen sozialverträglichen Maßnahmen den Arbeitsplatzabbau über fünf bis sieben Jahre strecken.

Foto: dpa

DAK-Gesundheit

Die gesetzliche Krankenkasse DAK-Gesundheit will 1600 ihrer knapp 11.000 Vollzeitstellen abbauen. Das teilte der Sprecher der Ersatzkasse, Jörg Bodanowitz, mit. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi gab der Kassenvorstand entsprechende Pläne zu Beginn der Tarifverhandlungen bekannt. Die Umstrukturierung einer der größten Krankenkassen in Deutschland sei notwendig, nachdem das Bundesversicherungsamt die DAK zu dem im Vergleich zweithöchsten Zusatzbeitrag gezwungen habe, hieß es bei Verdi. Dadurch habe die Kasse seit Jahresbeginn über 180.000 Mitglieder verloren.

Verdi teilte mit, dass die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen nutzen wolle, um möglichst viele Stellen im Unternehmen zu erhalten und, wo das nicht möglich ist, für einen „sozialverträglichen Ab- und Umbau zu sorgen“.

Foto: dpa

EnBW

Der Energieversorger baut weiter Stellen ab: Die Energie Baden-Württemberg werde sich aus dem Strom- und Gasvertrieb an Großkunden der Industrie zurückziehen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Davon seien 400 Beschäftigte betroffen, denen ein Aufhebungsvertrag oder ein alternativer Arbeitsplatz im Konzern angeboten werde. Auch im Privatkundengeschäft, der Energieerzeugung und der Verwaltung steht demnach Stellenabbau bevor, der noch nicht beziffert wurde. In den vergangenen zwei Jahren waren bereits rund 1650 Stellen weggefallen.

Foto: dpa

Intel

Der weltgrößte Chiphersteller hat einen massiven Jobabbau angekündigt. Bis Mitte 2017 will Intel weltweit 12.000 Stellen streichen, wie es am 19. April nach US-Börsenschluss mitteilte. Das entspreche etwa elf Prozent der gesamten Mitarbeiterzahl. Der Konzern begründet den Personal-Kahlschlag mit dem Wandel vom klassischen PC-Ausrüster zum modernen Dienstleister im mobilen und Cloud-Geschäft, bei dem Daten ins Internet ausgelagert werden.

Foto: REUTERS

Nokia

Der finnische Telekomausrüster Nokia streicht nach der Fusion mit dem Rivalen Alcatel-Lucent in Deutschland massiv Jobs. Die Zahl der Stellen in Deutschland solle bis 2018 um 1400 sinken, sagte eine Nokia-Sprecherin am 6. April. Derzeit beschäftigt die deutsche Tochter 4800 Menschen. Größte Standorte seien München, Stuttgart und Ulm. Ob es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen werde, sei derzeit nicht klar. Der ehemals weltgrößte Handy-Hersteller hatte den Konkurrenten Alcatel-Lucent für 16 Milliarden Euro geschluckt. Abgeschlossen ist der Deal seit Anfang des Jahres.

Foto: dpa

IBM

Der IT-Konzern IBM plant in Deutschland offenbar einen massiven Stellenabbau. Laut der Gewerkschaft Verdi hat der Konzern am 30. März über die geplante Kürzung von fast 1000 Stellen bis März 2017 informiert. Das teilte Verdi in einem Newsletter mit. Betroffen sind vor allem Service-Bereiche. Der Konzern habe die Arbeitnehmervertreter zu Verhandlungen für Sozialplan und Interessensausgleich aufgefordert. In Hannover solle ein Bereich mit etwa 200 Mitarbeitern stillgelegt werden, sagte ein Verdi-Vertreter. Der Standort Hannover bleibt aber grundsätzlich erhalten.

Foto: dpa

Boeing

Der US-Flugzeugbauer will in den nächsten Monaten rund 4000 Arbeitsplätze abbauen. Betroffen sei die Sparte Verkehrsflugzeuge, sagte ein Unternehmenssprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Um Kosten zu sparen, würden auch Hunderte Stellen bei Führungskräften und Managern gestrichen. Insgesamt fallen damit bis Mitte des Jahres 2,5 Prozent der zuletzt rund 160.000 Jobs bei Boeing weg.

Im Februar hatte der Chef von Boeings ziviler Flugzeugsparte, Ray Conner, bereits angekündigt, dass ein Personalabbau notwendig sei, um "Wachstum zu finanzieren und ein gesundes Geschäft zu führen".

Foto: dpa

RWE

RWE-Personalvorstand Uwe Tigges stellt die rund 60.000 Beschäftigten des Essener Energiekonzerns auf weiteren Stellenabbau ein. "Unsere bisherigen mittelfristigen Planungen sehen bis Ende 2018 einen Abbau um etwa 2000 Arbeitsplätze vor, unter anderem auch durch natürliche Fluktuation", sagte Tigges der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat RWE bereits rund 10.000 Arbeitsplätze verloren. "Bisher ist es uns gelungen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Und wir tun alles dafür, dass es auch weiterhin so bleibt", sagte Tigges.

Foto: dpa

Coca-Cola

Der Getränkehersteller Coca-Cola schließt im Sommer mehrere Standorte in Deutschland. Davon seien bundesweit rund 550 Mitarbeiter betroffen, etwa 320 allein in Bremen, sagte ein Sprecher von Coca-Cola Deutschland am 1. März. Das Unternehmen begründete den Schritt mit einer „Straffung des Produktionsnetzwerkes“, mit der man auf geänderte Bedingungen am Markt für Erfrischungsgetränke reagiere. Auch knapp ein halbes Dutzend kleinerer Standorte unter anderem in Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern werde nicht weiter betrieben. Zugleich seien zentrale „Versorgungspunkte“ geplant, etwa im Großraum Bremen und bei Magdeburg.

Foto: dpa

WGZ und DZ Bank

Durch den geplanten Zusammenschluss der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ werden Hunderte Arbeitsplätze wegfallen. "Im Zuge der Bündelung und Vereinheitlichung von Strukturen, Prozessen und Infrastruktur gehen wir aktuell davon aus, dass voraussichtlich 700 Stellen für Vollzeitkräfte bis 2019 entfallen werden", heißt es in einem Schreiben an die Mitarbeiter beider Institute, das der Nachrichtenagentur Reuters am 16. Februar vorlag.

Foto: dapd

SEB

Die Deutschland-Tochter der schwedischen Bank SEB will zehn Prozent ihrer 700 Stellen streichen. „Wir haben entschieden, unsere Standorte in Hamburg und Düsseldorf zu schließen und unsere Kompetenzen in der Zentrale in Frankfurt zu bündeln“, sagte ein Sprecher des Instituts Anfang Februar. Umgesetzt sein sollen die Maßnahmen bis zur Mitte dieses Jahres. Betriebsbedingte Kündigungen will die SEB dabei vermeiden.

Neben Frankfurt soll ein kleiner Standort in München erhalten bleiben, von wo aus die SEB Mittelstandskunden in Bayern und Baden-Württemberg bedient. Die SEB macht in Deutschland nur noch Geschäfte mit Firmenkunden und institutionellen Kunden. Das Privatkundengeschäft der deutschen Tochter hatten die Schweden 2011 an die spanische Banco Santander verkauft.

Foto: dpa

General Electric

Der US-Konzern General Electric (GE) will nach der Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns Alstom in Europa 6500 Stellen streichen. Das bestätigte ein GE-Sprecher am 13. Januar der Deutschen Presse-Agentur in Paris. In Deutschland sind nach Angaben des Unternehmens bis zu 1700 Arbeitsplätze in Mannheim, Stuttgart, Bexbach und Wiesbaden betroffen. Für Frankreich nannte GE die Zahl von 765 Jobs. Das Unternehmen hat in Europa derzeit rund 35.000 Mitarbeiter.

Foto: dpa

Carlsberg

Carlsberg hat sich nach einer milliardenschweren Abschreibung ein umfangreiches Sparprogramm verordnet. Rund vier Prozent der Belegschaft sollen abgebaut werden, wie am 8. Januar 2016 bekannt wurde. Vor allem wegen des schleppenden Geschäfts in Russland schrieb der Konzern im dritten Quartal 7,7 Milliarden Dänische Kronen (1 Milliarden Euro) ab und rutschte damit tief in die roten Zahlen. Um profitabler zu werden, sollen nun 2000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Damit sollen unter anderem ab 2018 jährlich bis zu zwei Milliarden Kronen eingespart werden. Im Gegenzug fallen für die Maßnahmen Kosten in Höhe von insgesamt 10 Milliarden Kronen in den Jahren 2015 bis 2017 an, davon 8,5 Milliarden alleine im laufenden Jahr.

Foto: REUTERS

Royal Dutch Shell

Wegen des Ölpreisverfalls will Shell seinen Sparkurs nach der Milliarden-Übernahme des britischen Rivalen BG verschärfen. Die Investitionspläne des fusionierten Konzerns würden im nächsten Jahr um zwei Milliarden auf 33 Milliarden Dollar gekürzt, teilte der britisch-niederländische Ölmulti am 22. Dezember 2015 mit. Das seien 30 Prozent weniger als 2014. Damit wolle sich der Konzern stärker gegen den Abschwung der Branche stemmen, nachdem der Ölpreis zuletzt auf den tiefsten Stand seit mehr als elf Jahren gefallen war.

Shell hatte bereits angekündigt, den Stellenabbau nach der Fusion mit BG zu forcieren und weitere 2800 Jobs zu streichen - das sind drei Prozent der rund 100.000 Arbeitsplätze des neuen Unternehmens. Am 15. Februar will Shell die Übernahme vollziehen, mit der das Unternehmen zum weltweit führenden Anbieter von Flüssiggas aufsteigen will. Es ist die erste Großfusion in der Branche seit der Jahrtausendwende, als sich die Energie-Konzerne wegen sinkender Preise in ähnlichen Schwierigkeiten befanden. Die Wettbewerbsbehörden haben bereits zugestimmt.

Foto: REUTERS

Toshiba

Der von einem Bilanzskandal erschütterte Elektronikkonzern streicht angesichts eines anstehenden Rekordverlusts weitere knapp 7000 Arbeitsplätze. Allein im Fernsehgeschäft fielen mit 3700 Stellen rund 80 Prozent der bisherigen Jobs weg, kündigte der japanische Konzern am 21. Dezember an. In der PC-Sparte werden 1300 Stellen gekürzt. Der Konzern will sich künftig stärker auf Chip-Produktion und Kernenergie ausrichten. Zusammen mit bereits angekündigten Maßnahmen kappt Toshiba nun insgesamt rund 10.000 seiner noch knapp 200.000 Arbeitsplätze. Auch wegen der Kosten für den Umbau wird im laufenden Geschäftsjahr (per Ende März) ein Verlust von umgerechnet knapp 4,2 Milliarden Euro erwartet.

Foto: REUTERS

Rabobank

Die niederländische Rabobank streicht fast jeden fünften ihrer Arbeitsplätze. Bis Ende 2016 sollen bereits 3000 Stellen wegfallen, teilte das Institut am 10. Dezember mit. Bis August hatte die Rabobank weltweit 47.000 Mitarbeiter, 35.000 davon in den Niederlanden. Wegen einer Verschärfung der Eigenkapitalregeln soll zudem die Bilanz bis 2020 um bis zu 150 Milliarden Euro eingedampft werden.

Das genossenschaftliche Institut kommt zurzeit auf eine Bilanzsumme von 680 Milliarden Euro. Die Ausgestaltung von Basel IV ist noch offen. Es wird aber erwartet, dass die Regulierer darin etwa Hypothekenkredite deutlich stärker mit Eigenkapital unterlegt haben wollen, die bisher als risikoarm gelten. Größte Konkurrenten der Rabobank sind ING und die kürzlich an die Börse zurückgekehrte ABN Amro. Sie war in der Finanzkrise verstaatlicht worden.

Foto: REUTERS

Dräger

Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk will im Zuge seines verschärften Sparkurses Arbeitsstellen streichen. Bis Ende 2016 sollen in Lübeck etwa 200 Stellen abgebaut werden, teilte die Gesellschaft am Montag in Lübeck mit. Ausgenommen sind die direkte Produktion und die Logistik. Ende September beschäftigte das Unternehmen rund 5000 Mitarbeiter am Standort Lübeck. Der Stellenabbau soll mit den Arbeitnehmergremien und der IG Metall abgestimmt werden und möglichst sozialverträglich erfolgen. Die IG Metall und der Dräger-Betriebsrat übten scharfe Kritik am geplanten Stellenabbau. Das Unternehmen hatte im Oktober seine Gewinnprognose bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr kappen müssen. Vor allem schleppende Geschäfte in China und Brasilien machen dem Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller zu schaffen. Aber auch in den USA läuft es nicht wie geplant.

Foto: dpa

Joe Kaeser malte schwarz. „Ich habe keinen einzigen Auftrag aus Deutschland. Nicht heute, nicht nächstes Jahr und nicht übernächstes Jahr“, sagte der Siemens-Chef Mitte März. Das war gedacht als Spitze gegen hiesige Politiker, die mit der Energiewende fossile Kraftwerke unwirtschaftlich und damit Gas- und Dampfturbinen von Siemens unverkäuflich machten.

Division Power and Gas

Diese Einheit umfasst das Siemens-Portfolio an großen Gas- und Dampfturbinen, Kompressoren sowie künftig die Gasturbinen zur dezentralen Energieversorgung.

Umsatz 2013: rund 14 Milliarden Euro
Definierte Zielmarge: elf - 15 Prozent

Geführt werden soll die Division von Roland Fischer, der derzeit die Division Power Generation leitet.

Foto: dpa

Division Wind Power & Renewables

Die Sparte baut Windkraftanlagen zur Stromerzeugung an Land und auf See. Siemens ist weltweit Marktführer bei Offshore-Windkraftanlagen. Nach Umsatz ist die Division eine der kleineren. Da mit einem weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit zu rechnen ist, aber auch eine der zukunftsträchtigsten.
Umsatz 2013: 5 Milliarden Euro
Definierte Zielmarge: fünf - acht Prozent

Chef: Markus Tacke. Tacke ist derzeit Chef des Bereichs Wind Power.

Foto: dpa

Division Power Generation Services

Hier wird das Service-Geschäft für die große installierte Basis von Siemens-Anlagen in der Energieerzeugung abgewickelt.

Umsatz: Die Geschäftszahlen werden in den Divisionen Power& Gas und Windkraft und erneuerbare Energie aufgeführt.
Chef der Division ist Randy Zwirn. Er leitet bisher die so genannte Division Energy Service, die damit umbenannt und ausgeweitet wurde.

Foto: REUTERS

Division Energy Management

In dieser Division gehen die bisherigen Divisionen Low and Medium Voltage und Smart Grid auf. Das Geschäft dreht sich rund um Lösungen und Produkte für die Stromübertragung und -verteilung sowie Technologien für intelligente Stromnetze.

Umsatz 2013: zwölf Milliarden Euro
Definiert Zielmarge: sieben - zehn Prozent

Die Führung übernehmen Ralf Christian und Jan Mrosik, die Leiter der aufgelösten Divisionen Low&Medium Voltage und Smart Grid.

Foto: dpa

Division Power Transmission

Stromtransport, Schalttechnik und Transformatoren sowie Energieübertragungssysteme sind Kern der Einheit Power Transmission. Siemens ist unter anderem führend bei der Hochspannungsgleichstromübertragung (HGÜ). Dieser Technologie kommt beim Netzumbau und der Integration von erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle zu.

Umsatz: wird in der Division Energy Management ausgewiesen

Die Leitung der Division übernimmt ebenfalls Jan Morsik. Der bisherige Chef der Division Karlheinz Springer muss seinen Sessel räumen. Er hatte den Posten im April 2012 übernommen. Morsik fielen wahrscheinlich die Probleme mit zwei Hochspannungsleitungen in Kanada auf die Füße. Neben höheren Baukosten vielen dort Vertragsstrafen wegen Verzögerungen an.

Foto: REUTERS

Division Building Technologies

In diesem Bereich bündelt Siemens integrierte Automatisierungslösungen und intelligente Technik für Gebäude.

Umsatz 2013: 6 Milliarden Euro
Definierte Zielmarge: acht - elf Prozent

Chef der Division ist und bleibt Johannes Milde.

Foto: dpa

Division Mobility

Hier bündelt Siemens die Zugtechnik und die Bahnautomatisierung. Sollte der Zusammenschluss mit Alstom zustande kommen, würde diese Sparte wohl an die Franzosen abgetreten werden.

Umsatz 2013: 7 Milliarden Euro

Definierte Ziel-Marge: sechs - neun Prozent

Chef der Division wird Jochen Eickholt, der heute die Division Rail Systems führt.

Foto: dpa

Division Digital Factory

Schlagwort "Industrie 4.0" - Siemens will die Zukunft der Fertigung durch das Zusammenbringen von realer und digitaler Welt bei Design, Produktion und Service gestalten. Die Division bündelt spezialisierte Lösungen und Technologien für Automatisierungstechnik, industrielle Schalttechnik und Industrie-Software unter einem Dach.

Umsatz 2013: 9 Milliarden Euro
Definierte Zielmarge: 14 - 20 Prozent

Chef wird Anton Huber, der bisher die Division Industry Automation leitet.

Foto: dpa

Division Process Industries and Drives

Diese Einheit bietet Produkte, Systeme, Applikationen und Lösungen für integrierte Antriebstechnik und -systeme. Kaeser will sich hier auf einige stark wachsende Kernbranchen fokussieren, so etwa Öl und Gas, Nahrung und Genussmittel sowie Chemie und Pharma.

Umsatz 2013: elf Milliarden Euro
Definierte Zielmarge: acht - 12 Prozent

Chef wird Peter Herweck, der derzeit für das Unternehmensprojekt Prozessindustrie bei Siemens verantwortlich ist.

Foto: CLARK/obs

In Wahrheit lenkt Kaeser damit von hausgemachten Problemen ab. Denn der US-Konzern General Electric (GE) meldet durchaus Verkaufserfolge in Germany. GE verkaufte vor Kurzem eine Gasturbine für ein Kraftwerk in Berlin-Lichterfelde, ein Auftrag für eine weitere Anlage in Leverkusen ist so gut wie unter Dach und Fach. Beide Male hatte Siemens mitgeboten, war aber unterlegen.

Grund ist die geringere Leistungsfähigkeit. Die Gasturbine der neuen H-Klasse, die Siemens vor acht Jahren auf den Markt brachte, erreicht einen Wirkungsgrad von 60,75 Prozent. Die neue 500-Megawatt-Anlage von GE schafft dagegen mehr als 61 Prozent. Der kleine Unterschied bringt über die Jahre enorme Einsparungen. Für die im französischen Belfort gebaute Turbine findet GE reichlich Absatz. 16 sind verkauft, Aufträge für 53 fest gebucht, bis 2030 sollen 500 verkauft werden.

Bei Siemens dagegen brennt es. Nachdem Kaeser die Streichung Tausender Arbeitsplätze in der Energiesparte angekündigt hatte, ruft die IG Metall für Dienstag zu Protesten in Berlin, Mülheim/Ruhr, Görlitz und Erlangen auf. Kaeser wirft der Gewerkschaft vor zu „versuchen, mit ideologischen Mitteln einen Keil zwischen Management und unsere Mitarbeiter zu treiben“.

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