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Spezial-Verpackungshersteller Gerresheimer setzt auf künftige Corona-Impfkampagnen

Der Hersteller könnte in den kommenden Monaten bis zu eine Milliarde Fläschchen für Impfstoffe liefern. Das stimmt den Konzernchef zuversichtlich.

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Gerresheimer-Aktie: Unternehmen setzt auf Corona-Impfkampagnen Quelle: dpa

Die anstehenden Corona-Impfkampagnen und die florierenden Geschäfte mit der Pharmaindustrie stimmen den Spezial-Verpackungshersteller Gerresheimer zuversichtlich. Neben der steigenden Nachfrage nach Behältern zur Verabreichung von Medikamenten sorge der hohe Bedarf an Injektionsfläschchen für die Covid-19-Impfung für zusätzlichen Schub, sagte Konzernchef Dietmar Siemssen am Dienstag.

Von den in den kommenden 24 Monaten schätzungsweise zwei bis drei Milliarden benötigten Fläschchen dürfte Gerresheimer wohl ein Drittel – also 700 Millionen bis eine Milliarde – liefern, kalkulierte er. Das sei eine konservative Schätzung.

„Angesichts der vielen Bestellungen nahezu aller wichtigen Pharmahersteller scheint der Bedarf noch größer und wir werden mehr liefern“, so Siemssen. Bei einem Stückpreis von vier bis fünf Cent könnten Gerresheimer damit zusätzliche Erlöse von rund 25 Millionen Euro pro Jahr zufließen.

Nach Zuwächsen im dritten Quartal bestätigte der Vorstand seine Jahresziele für 2020, die ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich und eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 21 Prozent vorsehen. Im Zeitraum Juni bis August schrumpften indes die Erlöse wegen schleppender Geschäfte mit der Kosmetikindustrie infolge der Corona-Krise um 2,6 Prozent auf 349,2 Millionen Euro.

Gerresheimer-Aktie mit deutlichen Verlusten

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) kletterte um 4,1 Prozent auf 75 Millionen Euro. Siemssen rechnet aber mit einem „sehr guten“ vierten Quartal. „Es wird voraussichtlich das stärkste Quartal in der Geschichte der Gerresheimer bisher.“ Erste Injektionsfläschchen für die Covid-Impfungen würden ausgeliefert. Zudem erhole sich das Geschäft mit der Kosmetikindustrie.

Die Anleger blieben derweil skeptisch: Die Aktie wurde mit einem Abschlag von rund fünf Prozent auf 95 Euro gehandelt, ist damit aber beinahe doppelt so viel wert wie noch im Frühjahr.

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