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Triebwerksbauer MTU Aero Engines will auf Rekordkurs bleiben

Der Triebwerksbauer hat 2019 mit dem operativen Gewinn die eigene Prognose übertroffen. Der optimistische Ausblick steht allerdings unter Vorbehalt.

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Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines will Wachstumskurs fortsetzen Quelle: dpa

Der Münchner Triebwerksbauer MTU Aero Engines hat ein Rekordjahr hinter sich und will den Wachstumskurs fortsetzen. Das bereinigte operative Ergebnis stieg im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 757 Millionen Euro und übertraf damit die eigene Prognose, wie der Dax-Neuling am Donnerstag in München mitteilte.

Der Umsatz stieg leicht auf den Rekordwert von 4,63 Milliarden Euro, verfehlte damit aber die Erwartungen von MTU und die der Analysten. Grund dafür waren laut MTU Verschiebungen im Geschäft mit Triebwerken für Verkehrsflugzeuge sowie im Militärbereich. Die Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen (Ebit-Marge) lag mit 16,4 (2018: 14,7) Prozent noch über der Zielmarke von 16 Prozent. Die Dividende soll deshalb um knapp ein Fünftel auf 3,40 (2,85) Euro je Aktie steigen.

„2020 wollen wir die Messlatte noch ein Stück höher legen und unsere eigenen Rekorde erneut übertreffen“, sagte Vorstandschef Reiner Winkler vor der Bilanzpressekonferenz. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende mit 19,8 Milliarden Euro um 13 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis soll 2020 um einen hohen einstelligen Prozentsatz zulegen, wie MTU bekräftigte.

Allerdings stellt MTU die Prognose unter Vorbehalt: Je nachdem, wie sich der Coronavirus auf das Geschäft auswirke, werde man die Prognose im Verlauf des Jahres anpassen müssen.

Mehr Umsatz als bisher erwartet MTU im Militärgeschäft, das um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zulegen soll. Bisher hatte der Triebswerksbauer mit stagnierenden Umsätzen in dieser Sparte gerechnet, nach einem Zuwachs von sechs Prozent 2019.

Das Wartungs- und Instandhaltungs-Geschäft für die zivile Luftfahrt, das mehr als die Hälfte des Umsatzes ausmacht, werde um mehr als 20 Prozent zulegen, nachdem MTU im Rahmen der Garantie Teile der Getriebefan-Triebwerke von Pratt & Whitney austauschen muss. Das geht aber auf Kosten der Marge.

Für das Geschäft mit neuen Serien-Triebwerken rechnet MTU wie bisher mit hohen einstelligen Zuwachsraten. Für das Ersatzteil-Geschäft erwartet MTU mittlere bis hohe prozentual einstellige Zuwächsen. Im vergangenen Jahr war der Umsatz mit zivilen Triebwerken um zehn Prozent gestiegen.

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