Unilever: Konsumgütergigant leidet unter Problemen in Brasilien und Indien
Eine Fabrik des Lebensmittelhersteller Unilever in Burton upon Trent, Großbritannien
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Ein mageres Umsatzwachstum von Unilever im Schlussquartal hat Anlegern am Donnerstag die Laune verdorben. Die Aktien des Konsumgütergiganten rutschten an der Londoner Börse um mehr als fünf Prozent auf ein Fünf-Wochentief von 3176 Pence ab.
Vor allem die schwache Konjunktur in Brasilien und eine Geldentwertung in Indien setzt dem Unternehmen eigenen Angaben zufolge zu. Im vierten Quartal hatte der für Produkte wie Knorr-Suppen und Dove-Seifen bekannte Konzern die Umsätze um 2,2 Prozent gesteigert und damit die von Analysten im Schnitt erwarteten 2,8 Prozent verfehlt. Im Gesamtjahr legten die Erlöse um 3,7 Prozent zu, während Analysten mit 3,9 Prozent gerechnet hatten.
Unilever rechnet zudem mit einem anhaltend schwierigen Marktumfeld. Für 2017 sei mit einem Wachstum von drei bis fünf Prozent zu rechnen. Allerdings werde dieses Ziel im ersten Halbjahr, und vor allem im ersten Quartal, noch nicht erreicht.
Platz 10: Smithfield
Der Konzern ist der weltgrößte Schweinefleischproduzent und -lieferant mit Firmensitz in Virginia. 2013 hat die chinesische Staatsfirma Shuanghui das Unternehmen übernommen.
Quelle: Konzernatlas 2017
Foto: dpaPlatz 9: General Mills
Auf dem neunten Platz der umsatzstärksten Unternehmen liegt der US-Lebensmittelkonzern mit Sitz in Golden Valley, Minnesota. In den USA kennt man das Unternehmen für seine Frühstücksflocken. In Deutschland bekannt ist unter anderem die Eiskremesorte Häagen-Dazs.
Foto: APPlatz 8: Danone
Das französische Unternehmen ist der Rivale des schweizerischen Lebensmittelgiganten Nestlé. Der Lebensmittelproduzent ist in Deutschland durch das Joghurtgetränk Actimel oder durch seine bunten Verpackungen von den Fruchtzwergen bekannt. Der Konzern hat am Ende des Jahres 2016 die EU-Genehmigung für die Übernahme des US-Bio-Rivalen Whitewave erhalten.
Foto: REUTERSPlatz 7: Unilever
Der niederländische Lebensmittel- und Kosmetikriese ist in Großbritannien durch den Brotaufstrich Marmite bekannt. In Deutschland finden sich von dem Unternehmen bekannte Marken wie Becel, Bertolli, Langnese, Lipton oder Knorr. 2016 kaufte der Konzern die US-Ökofirma Seventh Generation auf, um der Nachfrage nach ethischen Produkten in der Haushaltssparte nachzukommen.
Foto: REUTERSPlatz 6: Kraft Heinz
Auf Platz sechs findet sich das US-amerikanische Unternehmen Kraft Heinz mit Sitz in Pittsburgh, das bei uns besonders durch den Tomaten-Ketchup bekannt ist. Der Konzern ist 2015 aus der Fusion von Kraft Foods und Heinz Company hervorgegangen.
Foto: dpaPlatz 5: Mondelez
Der Lebensmittelriese mit Sitz in Deerfield, Illinois, ist Hersteller der in zahlreichen Ländern vertriebenen Schokolade mit in goldgelb verpackten Bergen. 2016 gab es in Großbritannien einen Aufschrei wegen der zackigen Süßigkeit. Der Konzern stellt unter anderem auch so bekannte Marken wie Milka und Oreo her.
Foto: dpaPlatz 4: Mars
Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Virginia nimmt den vierten Platz in der Weltrangliste der Lebensmittelhersteller ein. Es stellt die bekannten Marken Balisto, Bounty, M&M’s, Milky Way oder den gleichnamigen Schokoriegel Mars her. Der Konzern stellt neben Süßigkeiten auch Tiernahrung her.
Foto: dpaPlatz 3: Tyson Foods
Das US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in Springdale, Arkansas, ist der zweitgrößte Fleischproduzent und -lieferant der Welt. Der Konzern verarbeitet unter anderem Rind-, Schweine- und Hähnchenfleisch und beliefert beispielsweise McDonald´s, Burger King und Kentucky Fried Chicken.
Foto: APPlatz 2: JBS
Das südamerikanische Familienunternehmen JBS ist der weltgrößte Fleischproduzent und -lieferant und liegt damit auf Platz zwei der Top 10. Der Fleischverarbeiter mit Sitz in São Paulo exportiert seine Waren in über 150 Länder.
Foto: dapdPlatz 1: Nestlé
Der weltgrößte Lebensmittelhersteller ist das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Der Konzern ist durch Marken wie Nescafé, Nespresso, Nestea (mit Coca-Cola), Maggi oder After Eight in Deutschland bekannt. Nestlé hat mit Ende 2016 einen neuen Chef bekommen, mit dem der Nahrungsmittelhersteller raus aus dem weniger rentablen US-Süßwarengeschäft und der Tiefkühlkost und rein in das vielversprechende Gesundheitsgeschäft kommen möchte.
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