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Verpackungskonzern SIG schafft erfolgreiches Börsen-Comeback

SIG Logo Quelle: REUTERS

SIG ist zurück an der Börse. Mit einem Marktwert von 3,8 Milliarden Franken ist der Verpackungskonzern der größte Neuzugang an der SIX seit 2010. Die Aktien stiegen über den Ausgabepreis von 11,25 Franken.

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Der Verpackungskonzern SIG hat nach elf Jahren den Sprung zurück an die Schweizer Börse geschafft. Die Aktien des Unternehmens aus Neuhausen am Rheinfall starteten am Freitag mit einem Kurs von 11,85 Franken in den Handel an der SIX. Die Papiere lagen damit über dem Ausgabepreis von 11,25 Franken. Mit einem Marktwert von 3,8 Milliarden Franken ist SIG der größte Neuzugang an der Schweizer Börse seit 2010. Gemessen am Wert der platzierten Aktien im Volumen von 1,49 Milliarden Franken sei SIG eines der drei größten Börsengänge in Europa im laufenden Jahr, teilte SIX mit.

Dass die Transaktion reibungslos über die Bühne ging, ist nicht selbstverständlich, denn die Anleger sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich wählerischer geworden. Zwar ist SIG bereits der zehnte Neuling an der SIX in diesem Jahr - in einem durchschnittlichen Jahr verbucht die Börse jeweils nur rund halb so viele Zugänge. Doch drei an der SIX geplante Transaktionen wurden 2018 schon abgeblasen, mehrere der übrigen Neulinge notieren unter dem jeweiligen Ausgabepreis.

Auch bei SIG achteten die Anleger sehr genau auf die Bewertung. Um einen Misserfolg zu vermeiden, setzten die mit der Aktienemission betrauten Institute Bank of America, Credit Suisse und Goldman Sachs den Ausgabepreis im unteren Bereich der ursprünglich von 10,50 bis 13,50 Franken reichenden Spanne fest.

Dabei ist SIG eigenen Angaben zufolge ein Unternehmen, das auch eine Abkühlung der Wirtschaft problemlos meistern dürfte. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Kartonverpackungen für Getränke und flüssige Lebensmittel hinter Tetra Pak erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. SIG war bis 2007 bereits an der Schweizer Börse notiert und wurde dann vom Milliardär Graeme Hart übernommen. Die 1853 gegründete Firma war einst ein Konglomerat und stellte auch Eisenbahnwagen und Feuerwaffen her, konzentrierte sich im Verlauf der Jahre dann aber auf Verpackungen. 2015 kaufte der Finanzinvestor Onex Hart das Unternehmen in einer 3,8 Milliarden Euro schweren Transaktion. Mit dem SIG zufließenden Erlös aus dem Börsengang von rund 1,14 Milliarden Franken sollen Schulden abgebaut werden.

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