Chipkonzern Apple-Streit und US-Steuerreform drücken Qualcomm ins Minus

Qualcomm spürt die US-Steuerreform. Quelle: dpa

Der Chiphersteller Qualcomm bekam im vergangenen Quartal die US-Steuerreform zu spüren und machte einen Milliardenverlust von sechs Milliarden Dollar.

Die US-Steuerreform hat dem Chipkonzern Qualcomm einen Milliardenverlust im vergangenen Quartal beschert. Die Firma stellte wegen der neuen Regeln insgesamt sechs Milliarden Dollar zurück, davon wurden 5,3 Milliarden als Abgabe für Auslandsgewinne fällig. Der Streit mit Apple um Lizenzgebühren, durch den Qualcomm keine Abgaben von iPhone-Fertigern bekommt, belastet die Bilanz weiterhin schwer.

Insgesamt verbuchte Qualcomm im vergangenen Quartal einen Verlust von sechs Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 6,1 Milliarden. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Quartalsgewinn von 700 Millionen Dollar gegeben. Das ist in etwa der Betrag, den Qualcomm damals für Apple-Geräte und von einem anderen Anbieter bekommen hatte. Dieses Geld fehlt jetzt.

Qualcomm verbuchte bereits auch eine Rückstellung von 1,2 Milliarden Dollar für eine Strafe der EU-Kommission, die dem Chipkonzern wettbewerbswidriges Verhalten in einem Exklusivdeal mit Apple vorwirft. Qualcomm will dagegen in Berufung gehen - aber musste das Geld vorerst trotzdem zurücklegen.

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