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Google Home Das kann der Amazon-Echo-Konkurrent

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„Angela Merkel ist ein 1,65 Meter groß.“

Ansonsten merkt man schnell, dass hinter Google Home die Erfahrung des größten Suchmaschinenkonzerns der Welt steckt. Auf die Frage „Ok Google, wer ist die Bundeskanzlerin?“ antwortet die Computerstimme prompt richtig. Auch auf die Anschlussfrage „Ok Google, und wie groß ist sie?“ kommt die richtige Antwort: „Angela Merkel ist ein 1,65 Meter groß.“ Dass der Assistant dem Gesprächsverlauf gefolgt ist und erkannt hat, in welchem Kontext wir uns gerade bewegen, ist dabei keine Selbstverständlichkeit. Alexa kann die zweite Frage nicht ohne Weiteres beantworten. Sie versteht nicht, um wen es gerade geht.

Dank Googles Wissensschatz sind Übersetzungen und Navigationsanfragen ebenfalls einwandfrei. Auch die eher naheliegenden Funktionen wie Wetter-, Standort- und Uhrzeitabfrage, Timer stellen, die Frage nach Hauptstädten oder dem nächsten Bäcker funktionieren. Wer nicht zu Stift und Papier greifen will, kann auch seine digitale Einkaufsliste über Google Home füllen. Nur sollte man dann nicht zu entschlossen sein. Denn Artikel wieder löschen funktioniert per Sprachsteuerung noch nicht.

Eine weitere Funktion, die allerdings auch Alexa beherrscht: eine Art Morgenbriefing. Nachdem ich Google Home einen guten Morgen gewünscht habe, startet der Lautsprecher mit dem Wetterbericht, es folgen die Nachrichten (in meinem Fall vom Deutschlandfunk, man kann aber aus mehreren Quellen auswählen) und falls vorhanden die Termine des Tages. Die sollte man allerdings händisch über das Smartphone oder den PC eingepflegt haben. Kalendereinträge kann Google Home noch nicht verfassen.

Dann bekomme ich wie so oft während des Tests Antworten wie „Das weiß ich leider nicht, aber meine Entwickler arbeiten täglich daran, dass ich besser werde“ zu hören. Das kann ganz schön nerven. Vor allem wenn die Anfangseuphorie verflogen ist und man feststellt, was das Gerät nicht kann und wie genau manche Fragen gestellt werden müssen.

Von der Vorstellung eines smarten Assistenten, der seinen Nutzer durch den Alltag begleitet, ist das Gerät deshalb noch ein gutes Stück entfernt. Das ist aber kein reines Problem von Google. Echo hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen. Wer jedoch Lust auf die Spielerei hat oder schon immer Mal ein technisches Gerät beschimpfen wollte, das auch antwortet, kann Google Home ab heute kaufen.

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