IT-Branche: Milliardendeal: Software AG verkauft Kerngeschäft an IBM
USA, New York: Das IBM-Logo auf dem IBM-Gebäude in Midtown Manhattan.
Foto: dpaDie Software AG hat den Verkauf von zwei seiner Kernsparten an den IT-Konzern IBM angekündigt. Der Verkauf von StreamSets und webMethods soll dem Unternehmen Einnahmen in Höhe von 2,13 Milliarden Euro in die Kassen spülen.
Beide Bereiche zählen zum Geschäftsmodell iPaaS (integration platform-as-a-service). Bestimmte Verwaltungsfunktionen, die diese Geschäftsbereiche betreuen, verblieben bei der Software AG. Der Aufsichtsrat habe der entsprechenden Entscheidung des Vorstandes zugestimmt. Das Geschäft soll im zweiten Quartal 2024 abgeschlossen werden.
Zudem will der US-Finanzinvestor Silver Lake nur wenige Monate nach der Übernahme die Software AG von der Börse nehmen und unterbreitet den restlichen Aktionären ein Delisting-Angebot. Die Offerte für das Darmstädter Softwarehaus belaufe sich auf 32 Euro je Aktie und entspreche damit dem Übernahmeangebot vom Sommer, wie Silver Lake am Montag mitteilte.
Das Angebot sei an keine Bedingungen geknüpft und werde nach Ablauf der Annahmefrist abgeschlossen, die in Kürze nach der Genehmigung der Angebotsunterlage durch die Finanzaufsicht BaFin beginne. Die Aktionäre hätten vier Wochen Zeit, ihre Aktien anzudienen. Silver Lake hält bereits 93,3 Prozent der Anteile. Um die restlichen Aktionär zwangsabzufinden (Squeeze Out) benötigt der US-Investor 95 Prozent der Software AG-Anteile. An der Börse lagen die Software-AG-Titel am Montag 1,9 Prozent im Plus bei 32,42 Euro.
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