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Kurznachrichtendienst Weniger Nutzer, mehr Umsatz – Twitter-Aktie notiert vorbörslich acht Prozent tiefer

Trotz Nutzerschwund hat der Kurznachrichtendienst im letzten Quartal einen Umsatz- und Gewinnsprung verzeichnet. Die Anleger sind dennoch enttäuscht.

Das Management führte den Nutzerschwund unter anderem auf das Löschen von Konten zurück, um Falschinformationen, Hassbotschaften und Wählerbeeinflussung einzudämmen. Quelle: AP

New YorkNeun Millionen weniger Kunden scheinen Twitter nicht viel auszumachen, denn der Kurznachrichtendienst hat seinen Umsatz trotzdem gesteigert. Die Erlöse kletterten im vergangenen Quartal um 24 Prozent auf 909 Millionen US-Dollar, wie der US-Konzern am Donnerstag mitteilte.

Die Anleger waren trotzdem enttäuscht: Die Aktie des Kurznachrichtendienstes fiel vorbörslich zeitweise um acht Prozent.

Das Geschäft wurde vor allem von der gestiegenen Nachfrage nach Video-Werbezeit angekurbelt. Trotz des kräftigen Wachstums ist die Prognose für das laufende Quartal verhalten.

Twitter rechnet mit einem Umsatz zwischen 715 und 775 Millionen Dollar. Die Aktie des Unternehmens gab vorbörslich acht Prozent nach. Die Zahl der monatlichen Nutzer sank im Zeitraum von Oktober bis Dezember 330 Millionen auf 321 Millionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Künftig will Twitter diese vor allem am Kapitalmarkt viel beachtete Kennziffer nicht mehr veröffentlichen.

Das Management führte den Nutzerschwund unter anderem auf das Löschen von Konten zurück, um Falschinformationen, Hassbotschaften und Wählerbeeinflussung einzudämmen. In der Branche gelten die Nutzerzahlen als Hinweis auf das künftige Wachstumspotenzial. Manche Analysten fürchten bereits, dass Twitter seine besten Zeiten hinter sich hat.

Die Phase der roten Zahlen scheint Twitter allerdings hinter sich gelassen haben. Der Gewinn sprang um 73 Prozent auf 244 Millionen Dollar. Zum Jahresende 2017 hatte Twitter erstmals in seiner nunmehr fast 13-jährigen Firmengeschichte die Gewinnschwelle überschritten.

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